Ärzte Zeitung online, 23.12.2008

Amtliche ATC-Klassifikation mit DDD für 2009 veröffentlicht

KÖLN (maw). Kurz vor Jahresende hat nun das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) die sechste aktualisierte amtliche Fassung der Anatomisch-Therapeutisch-Chemischen Klassifikation (ATC-Klassifikation) inklusive Definierter Tagesdosen (DDD) veröffentlicht. Sie stehen im Web zum kostenlosen Download bereit.

Die neue ATC-Klassifikation tritt nach Angaben des Instituts am 1. Januar 2009 in Kraft. Die Basis für die amtliche Fassung beim DIMDI bilde die internationale ATC/DDD-Klassifikation der WHO. Sie werde ebenfalls einmal jährlich aktualisiert. Um dem deutschen Arzneimittelmarkt gerecht zu werden, werde sie durch ein transparentes, regelgebundenes Verfahren jährlich an die Besonderheiten der Versorgungssituation in Deutschland angepasst.

Ziel der im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit herausgegebenen Klassifikation sei es laut DIMDI, Tagestherapiekosten von Arzneimitteln angeben zu können. Diese ermöglichen Preisvergleiche mithilfe der DDD-Angaben verschiedener Arzneimittel nach Indikationsgebiet und Wirkstoffgruppen. Die DDD-Angaben dienen als Durchschnittsgröße, die nicht notwendigerweise die im Einzelfall angewendete Dosierung eines Arzneimittels wiedergeben. Entsprechendes gilt für die auf dieser Basis errechneten Tagestherapiekosten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »