Ärzte Zeitung online, 08.12.2009

Stromspar-Wettbewerb für Computer

BERLIN (dpa). Das Internet und immer aufwendigere Datenübertragungen machen Computer zu Stromfressern. Dagegen will der neue Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) mit einem Technologiewettbewerb angehen, wie das Ministerium am Montag mitteilte.

Ohne Gegenmaßnahmen würde der gesamte Stromverbrauch durch Informations- und Kommunikationstechniken (IKT) einer Studie der Fraunhofer Gesellschaft zufolge bis 2020 um mehr als 20 Prozent auf 66,7 Terawattstunden klettern. Und das, obwohl gerade diese Technologien anderen Branchen den Weg für umweltschonende Prozesse ebnen. 2007 machte der IKT-Stromanteil am gesamten deutschen Elektrizitätsverbrauch 7,1 Prozent aus.

"Insbesondere die exponentielle Zunahme des Transfers von Daten, Bildern und Videos sowie Radio und TV über das Internet ist der maßgebliche Grund für die starke Zunahme des Stromverbrauchs", erläuterte das Ministerium. Der Technologiewettbewerb will dieser Entwicklung entgegenwirken. Energie soll vor allem bei Netzinfrastrukturen, Server- und Rechenzentren sowie Endgerätetechnik eingespart werden. Das Ministerium stellt für den Wettbewerb 30 Millionen Euro bereit, mit denen mindestens weitere 30 Millionen Euro mobilisiert werden sollen.

Topics
Schlagworte
Praxis-EDV (3898)
Personen
Rainer Brüderle (95)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »