Ärzte Zeitung online, 21.12.2009

Fremde Anfahrtskarte auf der Website kann teuer werden

MÜNCHEN/HAMBURG (dpa/maw). Das Herunterladen fremder Land- und Straßenkarten auf die eigene Homepage kann zur kostspieligen Urheberrechtsverletzung werden. Das Amtsgericht München verurteilte nach Angaben vom Montag eine Gästehausbetreiberin zur Zahlung von einer Lizenzgebühr. Das Urteil ist auch für Praxisinhaber relevant.

Die Frau hatte auf ihre Website eine Anfahrtsbeschreibung von einem kartographischen Verlag eingestellt. Die Verurteilte muss dem Verlag 729 Euro Schadensersatz und Bearbeitungsgebühr zahlen sowie eine Unterlassungserklärung abgeben. Sie hatte sich geweigert, den vollen Betrag zu bezahlen und hatte lediglich 238 Euro angeboten (Az.: 161 C 8713/09).

Betreiber von Websites haben jedoch durchaus Möglichkeiten, kostenlos Karten zu nutzen. Der Internetkonzern Google etwa erlaubt nach Angaben einer Sprecherin in Hamburg, seinen Dienst Google Maps über eine Schnittstelle einzubinden. Die Kartendaten werden dann von den Servern des Unternehmens geladen. Voraussetzung sei, dass die Internetseite kostenlos genutzt werden kann. Die Verwendung von Screenshots - also Fotos vom Bildschirm - ist allerdings nicht kostenlos erlaubt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Ausreichend Folsäure schützt Hypertoniker vor Schlaganfall

Bestimmte Hypertoniker sollten auf eine gute Folsäureversorgung achten. Dadurch können sie ihr Schlaganfallrisiko deutlich senken. mehr »

Feinsinnige Geister und Antisemiten

Ein neues Buch beleuchtet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin während des Nationalsozialismus. Am Fallbeispiel Emil von Bergmann erkennen Leser, wie zwiegespalten die DGIM-Mitglieder waren. mehr »

Saunieren schützt vor Schlaganfall

Möglicherweise beugt häufiges Saunieren Hirninfarkten vor. In einer finnischen Studie war die Schlaganfallrate bei Saunafans um 60 Prozent reduziert - dafür mussten Saunagänger aber einen Faktor beherzigen. mehr »