Ärzte Zeitung, 14.02.2011

Neue Software spürt seltene Erkrankungen auf

KOBLENZ (reh). Im Praxisalltag Symptome für seltene Erkrankungen, sogenannte Orphan Diseases, zu erkennen, ist für Ärzte nicht immer einfach. Auch, weil die Symptome oft denen häufiger Krankheitsbilder ähneln.

Der Praxis-EDV-Anbieter CompuGroup will Ärzte hier unterstützen und entwickelt derzeit eine Software, den "Orphan Disease Finder", die Eingaben des Arztes nach ausgewählten Parametern mit Daten aus der Patientenhistorie vergleicht. Das System suche parallel zur Behandlung in der elektronischen Patientenakte nach krankheitstypischen Konstellationen und gebe dem Arzt beim Verdacht auf eine seltene Erkrankung einen Hinweis, so das Unternehmen.

Gehe der Arzt dieser Angabe nach, erhalte er weitere Informationen über die Erkrankung und werde vom System bei der weiteren Diagnosefindung unterstützt. Wie das Unternehmen mitteilt, könne der Orphan Disease Finder in alle Arztinformationssysteme der CompuGroup nahtlos integriert werden, so dass der Arzt kein zusätzliches Programm starten müsse.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »