Ärzte Zeitung online, 26.07.2011

Softwareanbieter arbeiten am elektronischen Pflegebericht

KÖLN (akr). Die Softwarehersteller solidmed und medatixx entwickeln ein Programm, mit dem sie den reibungslosen Informationsfluss zwischen allen an der Betreuung von Pflegebedürftigen Beteiligten gewährleisten wollen.

Von Ärzten und anderen in das System gespeiste Inhalte sollen zu einem Pflegebericht zusammengefasst werden. "Die Entwicklung und Etablierung eines solchen Dokuments für die Pflege ist in Deutschland einzigartig", sagt Mark Kuypers, stellvertretender Geschäftsführer von solimed.

Mit dem neuen Programm sollen sowohl niedergelassenene Ärzte, Medizinische Versorgungszentren und Klinikambulanzen als auch ambulante und stationäre Pflegedienste verbunden werden.

Medatixx bietet bereits eine Vernetzungssoftware an, die seit vielen Jahren von Praxen, MVZ, Klinikambulanzen und Ärztenetzen genutzt wird. Dabei fließen die Informationen aus der elektonischen Patientenakte des Absenders direkt in die passenden Abschnitte der Datenverwaltung des Empfängers.

Jetzt sollen auch ambulante und stationäre Pflegedienste in das Programm einbezogen werden. Die Idee: Kommt ein Patient aus der Klinik nach Hause, sollen die Mitarbeiter des Pflegedienstes in ihrem EDV-System zum Beispiel sehen können, welche Verordnungen die Mediziner im Krankenhaus oder der Hausarzt veranlasst haben.

Zu den Projektpartnern gehören das Diakonische Werk Bethanien mit dem Haus Ahorn in Solingen, das Medicus Pflegeteam aus Solingen, das Klinkum Solingen und die Universität Wuppertal. Auch die Barmer GEK und die AOK Rheinland/Hamburg sind beteiligt.

Das Projekt gehört zu den insgesamt 25 Siegern des Wettbwerbs "Information und Kommunikation", den das nordrhein-westfälische Gesundheitsministeriums ausgeschrieben hat.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

14:10 Nach der knappen Abstimmung pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Parteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. KBV und Hartmannbund reagieren skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »