Ärzte Zeitung, 06.10.2011

Kommentar

Wahlfreiheit bei Arzneien bleibt

Von Martin Wortmann

Arzneidatenbank mit oder ohne Werbung - Ärzten bleibt die Wahl. Mit diesem erfreulichen Ergebnis ging nun ein Streit vor dem Bundesgerichtshof zu Ende. Das Urteil hilft den Ärzten und fördert den Wettbewerb der Anbieter, weil es beide Geschäftsmodelle erlaubt.

Vom Anzeigenblatt bis zur Web-Suchmaschine - Produkte, die nicht von Nutzern, sondern durch Werbung finanziert werden, sind nichts Ungewöhnliches.

Natürlich entfaltet die platzierte Werbung auch ihre Wirkung. Aber anzunehmen, wir würden die beworbenen Produkte deshalb kaufen, weil wir das Anzeigenblatt weiter lesen und die Arzneimitteldatenbank weiterhin kostenfrei nutzen wollen, ist absurd.

Nicht Werbung ist verboten und auch nicht alles, was kostenlos ist. Zu Recht verboten ist allein die sachfremde Einflussnahme auf die Therapiefreiheit der Ärzte.

Für die Arzneidatenbanken gibt es daher Regeln, über die die KBV wacht und die Sozialgerichte bestätigt haben.

Lesen Sie dazu auch:
BGH: Kostenlose Arzneidatenbank beeinflusst Ärzte nicht

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Keine Notdienstpflicht für ermächtigte Krankenhausärzte

Muss ein ermächtigter Klinikarzt auch KV-Notdienst leisten? Nein, hat das Bundessozialgericht jetzt entschieden. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »