Ärzte Zeitung, 20.10.2011

Das Internet ist bei Ärzten stark im Kommen

Fachzeitschriften bleiben für niedergelassene Ärzte mit weitem Abstand das wichtigste Informationsmedium. Doch das Internet holt immer stärker auf. Die aktuelle Leseranalyse medizinischer Fachzeitschriften der Arbeitsgemeinschaft LA-MED gibt interessante Einblicke in einen sich stark wandelnden Markt.

Von Hauke Gerlof

Das Internet ist bei Ärzten stark im Kommen

NEU-ISENBURG. Rund 95 Prozent aller niedergelassenen Allgemeinärzte, Praktiker und Internisten nutzen medizinische Fachzeitschriften als Informationsmedium.

Fachzeitschriften sind damit mit weitem Abstand das wichtigste Medium für Ärzte der genannten Fachgruppen. Das zeigt die aktuelle API-Studie der Arbeitsgemeinschaft LA-MED.

Sehr stark zugenommen hat zuletzt die Nutzung des Internet, wie die Studie weiter zeigt. Sie ist um acht Prozentpunkte auf jetzt gut 60 Prozent gestiegen.

Online nimmt Print die Reichweite

Die zunehmende Nutzung des Internet zeigt sich erstmals auch in überwiegend leicht sinkenden Werten bei der großen Mehrheit der Titel. So ging bei der "Ärzte Zeitung" die durchschnittliche Lesewahrscheinlichkeit (K1-Wert) von 65,6 auf 64,1 Prozent zurück.

Die "Ärzte Zeitung" bleibt damit auf Platz 2 aller abgefragten Titel, sie konnte mit dem Ergebnis sogar den Abstand zum nächstplatzierten Titel ausbauen.

Durch die wachsende Nutzung des Internet-Angebotes der "Ärzte Zeitung" sei die Reichweite des Titels insgesamt sogar gewachsen, so Harm van Maanen, Executive Vice President der Fachverlagsgruppe Springer Medizin, zu der auch die "Ärzte Zeitung" gehört.

Ähnlich wie die "Ärzte Zeitung" haben auch die meisten anderen Titel von Springer Medizin abgeschnitten.

Zwei Titel gleichauf auf Platz 2

Bei der Leser-Blatt-Bindung, die an der Frage gemessen wird, ob ein befragter Arzt ein Medium bei Nichterscheinen vermissen würde, liegt die "Ärzte Zeitung" zusammen mit dem "Deutschen Ärzteblatt" auf Platz 2 der Wertung.

86 Prozent der Leser der "Ärzte Zeitung" würden sie "sehr stark vermissen", "stark vermissen" oder "vermissen", wenn sie nicht erschiene.

Auf Platz 1 der Wertung, mit einem Punkt Vorsprung, liegt die "MMW - Fortschritte der Medizin", wie die "Ärzte Zeitung" ein Titel von Springer Medizin.

Für die API-Studie wurden insgesamt 1016 repräsentativ ausgewählte niedergelassene Allgemeinmediziner, Praktiker und Internisten befragt.

Die persönlichen Interviews zu insgesamt 13 Fachzeitungen und -zeitschriften führte das Marktforschungsinstitut TNS Infratest in zwei Wellen von September 2010 bis Juni 2011 durch.

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