Ärzte Zeitung, 25.04.2012

Selektivverträge: Rufe nach IT-Standard

BERLIN (reh). Im Gezerre um eine Standard-IT-Schnittstelle für Selektivverträge meldet sich nun noch einmal die Seite der IT-Unternehmen zu Wort.

"Wir fordern zur IT-Umsetzung von Selektivverträgen gemäß der Paragrafen 73 b,c sowie 140a SGB V einheitliche und unpolitische Standards", sagte medatixx-Vertriebs- und Marketingleiter Mathias Siewert auf der conhIT 2012 in Berlin.

Nach wie vor sei es so, dass für jeden Vertrag individuelle Umsetzungsregeln für die IT-Anbieter gelten würden - zum Teil mit der verpflichtenden Verwendung einer Fremdsoftware.

Diese aktuelle Vielfalt der Schnittstellen habe höhere Kosten für die Praxisteams zur Folge, so Siewert. "Es wird Zeit, dass hier endlich ein einheitlicher Standard geschaffen wird", forderte Siewert.

Außerdem gelte es, für die Praxisteams die Vertragsinhalte ergonomisch und wirtschaftlich umzusetzen, um eine Teilnahme an den Verträgen nicht durch "einen überbordenden Zusatzaufwand für die Ärzte unattraktiv zu machen".

Wie berichtet hatte die Gesellschafterversammlung der KV Telematik ARGE Ende März beschlossen, bei der Schnittstelle nun doch den Weg einer rein ärztliche Lösung zu gehen - und zwar gemeinsam mit dem Hausärzteverband.

Damit liegt die einmal angedachte Kooperation mit dem AOK-Bundesverband erst einmal brach - denn, so der Beschluss der Gesellschafter, derzeit könne kein Kooperationsvertrag mit der AOK geschlossen werden.

Topics
Schlagworte
Praxis-EDV (3865)
Krankenkassen (16653)
Organisationen
AOK (7090)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Offenbar liegt‘s am Bauchspeck

Wer genetisch bedingt schon als Kind zu Übergewicht neigt, hat auch ein erhöhtes Risiko für Typ-1-Diabetes. mehr »

Jahrhundert-Chance oder Anmaßung?

Darf der Mensch alles, was er kann? Wieder einmal stellt sich diese Frage, seit in den USA erfolgreich Embryonen-DNA verändert wurde. Zwei Redakteure der "Ärzte Zeitung" diskutieren das Für und Wider. mehr »

Ärzte in Barcelona haben schnell reagiert

Ärzte – vor allem Chirurgen – und Pflegefachkräfte in Barcelona und Tarragona standen nach den Terroranschlägen sofort parat. Zwölf Menschen kämpfen jedoch noch immer um ihr Leben. mehr »