Ärzte Zeitung online, 07.10.2013

Selektivverträge

Telekom und HÄVG kooperieren

Die Telekom übernimmt 25 Prozent an der HÄVG Rechenzentrum GmbH.

BONN. Die Deutsche Telekom will ihr Engagement im Gesundheitswesen verstärken und ist eine Partnerschaft mit der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft AG (HÄVG) eingegangen.

Wie beide Unternehmen berichten, erwirbt die Telekom 25 Prozent an der HÄVG Rechenzentrum GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Köln ist Abrechnungsspezialist für Selektivverträge.

Durch die Partnerschaft erlange das Rechenzentrum nun die Marktführerschaft in diesem Segment, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung.

"Gemeinsames Ziel der Partnerschaft mit der Telekom ist es, die Entwicklung einer flächendeckenden Versorgung mit Selektivverträgen mit intelligenten IT-Lösungen zu unterstützen", sagt Eberhard Mehl, Vorstandsvorsitzender der HÄVG.

Nach Angaben der beiden Unternehmen bestehen derzeit insgesamt 545 Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung. Rund 16.000 Hausärzte und etwa 3,2 Millionen Versicherte würden daran teilnehmen.

Weitere 23 Verträge mit Krankenkassen würden momentan verhandelt. Mittelfristig solle das durch die HÄVG Rechenzentrum GmbH abgerechnete Honorarvolumen daher auf bis zu vier Milliarden Euro steigen - so die Erwartung von Telekom und HÄVG.

Die Telekom war schon im vergangenen Herbst in den Abrechnungsmarkt für die Hausarztzentrierte Versorgung eingestiegen und hat zusammen mit der HÄVG bereits das Gemeinschaftsunternehmen Med-RZ Medizinisches Rechenzentrum GmbH gegründet. (eb))

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Neue Hoffnung auf wirksame Alzheimer-Therapie

Lässt sich der Krankheitsverlauf bei Alzheimer mittels Antikörper doch bremsen? Erstmals deutet sich ein solcher Erfolg in einer größeren Studie an. Das weckt Hoffnungen. mehr »

Was die Datenschutz-Folgenabschätzung ist

Praxen, Kliniken und MVZ, die in großem Stil Patientendaten verarbeiten, müssen laut DSGVO eine Datenschutz-Folgenabschätzung absolvieren. Medizinrechtler erläutern, wie das geht und was das überhaupt ist. mehr »

Tele-Hausarzt horcht aus der Ferne ab

Dr. Rafael Walocha betreut als Tele-Hausarzt Bewohner eines Pflegeheims per Video. Dabei kann er die Patienten sogar elektronisch auskultieren. Arzt und Patienten sind begeistert. mehr »