Ärzte Zeitung, 12.11.2014

bvitg

E-Patientenakte gehört ins Versorgungsgesetz

BERLIN.Der Bundesverbandes Gesundheits-IT (bvitg) sieht Nachbesserungsbedarf beim Referentenentwurf zum Versorgungsstärkungsgesetz. Zwar finde der Entwurf innerhalb des bvitg großen Anklang, heißt es in einer Verbandsmitteilung. Dennoch bemängelt der bvitg Lücken in Sachen sektorenübergreifende Versorgung.

Völlig unberücksichtigt bleibe, dass für eine durchgehende, intersektorale Versorgung auf hohem Niveau auch gewährleistet werden müsse, dass die Behandlungsdaten medienbruchfrei über Institutionsgrenzen hinweg verfügbar sind, so bvitg-Geschäftsführer Ekkehard Mittelstaedt. Der bvitg fordert daher die Bündelung der Behandlungsdaten innerhalb einer frei wählbaren elektronischen Patientenakte, die durch die Kassen refinanziert werden sollte.

Außerdem wünscht sich der Verband eine Spezifizierung bei der Gründung des Innovationsfonds. Aus Sicht des bvitg sollten Maßnahmen ergänzt werden, welche die Förderung von Pilotprojekten mit geringen Marktchancen verhindern. Stattdessen sollten Prozessinnovationen, die eindeutig auf die Steigerung der Versorgungseffizienz ausgerichtet sind, ebenso förderungsfähig sein.

Darüber sollte laut bvutg sichergestellt werden, dass die bereits vorhandenen Projekte, beispielsweise im Bereich der Telemedizin, der Arzneimitteltherapiesicherheit oder zur Versorgungsoptimierung strukturschwacher Regionen, nicht ausgeschlossen werden. (reh)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »

Bei der Gründung eines Ärztezentrums kann es zugehen wie bei "Dallas"

Neid und Missgunst haben schon manche Versuche torpediert, in der Provinz ein Ärztezentrum zu etablieren. Ärzte in Schleswig-Holstein berichten, wie man verhindert, dass Kirchturmdenken siegt. mehr »

Macht Kaffee impotent?

Kaffee werden günstige Effekte auf die Gesundheit nachgesagt. Eine Studie hat untersucht, was das belebende Getränk für Männer – und besonders deren Potenz – bedeutet. mehr »