Ärzte Zeitung, 20.01.2017

Gesundheitswirtschaft

 95 Arztpraxen steuerten 2016 in die Insolvenz

Etwas mehr als jede hundertste Firmenpleite traf 2016 ein Unternehmen der Gesundheitsbranche.

2016 steuerten 95 Arztpraxen in die Insolvenz

In der  Gesundheitsbranche gab es im vergangenen Jahr insgesamt 247 Unternehmensinsolvenzen.

Photo-K / Fotolia

HAMBURG. Die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland sind auch im vergangenen Jahr gesunken. Die Zahl der Firmenpleiten verringerte sich um 6,2 Prozent auf 21.789 Fälle (2015: 23.222 Firmeninsolvenzen), wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Wirtschaftsauskunftei Bürgel hervorgeht.

Wie Bürgel auf Nachfrage der "Ärzte Zeitung" erläuterte, hatte die Gesundheitsbranche allgemein im vergangenen Jahr insgesamt 247 Unternehmensinsolvenzen zu verzeichnen. Darunter hätten sich 15 Krankenhäuser und 95 Arzt- und Zahnarztpraxen befunden. Heruntergebrochen auf die Disziplinen, waren Zahnärzte mit 48 Praxispleiten am stärksten betroffen, gefolgt von Fachärzten mit 32 Fällen und Hausärzten mit nur 15 Fällen. Insgesamt sehe der Trend positiv für die Unternehmen in Deutschland aus. Die Firmen würden von der weiterhin stabilen Binnenkonjunktur und den für sie günstigen Finanzierungsbedingungen profitierten. "Durch den siebten Rückgang in Folge sind die Unternehmensinsolvenzen im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1999 gesunken", kommentiert Bürgel Geschäftsführer Klaus-Jürgen Baum die aktuellen Zahlen.

Für das laufende Jahr geht die Hamburger Wirtschaftsauskunftei weiter von leicht sinkenden Unternehmensinsolvenzen aus. "Aktuell können wir keine Trendumkehr erkennen und rechnen 2017 mit einem Rückgang um 3,5 Prozent auf 21.000 Insolvenzen", verdeutlicht Baum. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »