Ärzte Zeitung online, 08.01.2018

Hessen

Arzt vereitelt Einbruch in seine Praxis

ESCHBORN. Eine unangenehme Überraschung erlebte ein Arzt am vergangenen Donnerstagabend in Eschborn: Gegen 23:52 Uhr versuchten ein oder mehrere Unbekannte in seine Praxis in der Unterortstraße einzudringen, meldet die Polizeidirektion Main-Taunus.

Die Täter öffneten gewaltsam die Tür, flüchteten jedoch der Polizei zufolge sogleich wieder, als sie bemerkten, dass der Arzt noch vor Ort war. Jetzt bitten die Ermittler Zeugen, die zur Tatzeit in der Unterortstraße in Eschborn verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich mit der Kriminalpolizei in Hofheim in Verbindung zu setzen.

Der Schaden für die Praxis wird auf etwa 800 Euro geschätzt. (mh)

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[09.01.2018, 13:06:40]
Dr. Doria Zierer 
In 20 min sind die Kollegen da
Im Oktober 2014 haben „ungebetene Gäste“ versucht, die Praxistür nachts um ca 03:00 mit Stemmwerkzeugen zu öffnen, während ich die letzten Berichte ordnete. Ich rief – ganz leise- die örtliche Polizei an. Nach vielen umständlichen Fragen nach dem warum woher etc, erhalte ich die Erklärung, dass die Kollegen gerade mit anderen Fällen beschäftigt seien, wahrscheinlich „weiche“ Ziele orten, sprich Strafzettel an Falschparker im Kneipenviertel austeilen. Ich solle mich gedulden. In 20 min werde Abhilfe geschaffen. Was also tun. Der Eishockeyschläger stand in der Ecke, ebenso der Helm. Beides habe ich sofort wieder weggelegt, den imaginären Staatsanwalt im Ohr hörend, ich sei doch Arzt, und hätte wissen müssen, dass derartiges Werkzeug bösen Schaden am Körper des Menschen hätte anrichten können. Setzen, 30 Tagessätze wegen schwerer Körperverletzung. Woher ich denn hätte wissen wollen, dass es sich bei den Stemmbrüdern um Einbrecher handelte, vielleicht hatten sie sich in der Haustür geirrt. Also beten, bis die Stemmbrüder ihr Werk von allein aufgegeben hatten. Was lernen Ärzte daraus. Auf keinen Fall Selbsthilfe, wir stehen auf dem Radar der Staatsanwaltschaft.
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