Ärzte Zeitung, 06.10.2008

EU plant längeren Mutterschutz

Statt 14 sollen es 18 Wochen Mutterschaftsurlaub sein

BRÜSSEL (dpa/reh). Die EU plant, den Mutterschaftsurlaub von 14 auf 18 Wochen zu erhöhen. Ein entsprechendes Maßnahmenpaket stellte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel vor.

Der Mutterschaftsurlaub soll nicht nur länger, sondern auch besser werden. So sollen Frauen flexibler darüber entscheiden können, wann sie den nicht obligatorischen Teil des Mutterschaftsurlaubs in Anspruch nehmen. Und sie sollen 100 Prozent ihres Arbeitsentgeltes erhalten.

Allerdings soll den Mitgliedsstaaten die Möglichkeit eingeräumt werden, eine Obergrenze in Höhe des Krankengelds festzusetzen. Das Bundesfamilienministerium lehnt die Verlängerung ab, da sie das finanzielle Risiko für Arbeitgeber erhöhe. Das bedeute höhere Lohnnebenkosten und damit ein Hindernis für Arbeitsplätze.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »