Ärzte Zeitung online, 23.10.2008
 

Zwei Jahre Freizeit für Überstunden? Angestellter scheitert mit Klage

DÜSSELDORF (dpa). Ein Düsseldorfer Hotelangestellter ist mit dem Versuch gescheitert, für seine Überstunden fast zwei Jahre Urlaub geltend zu machen.

Es habe im Hilton-Hotel, wo der 64-Jährige Galas und Bankette organisierte, für ihn kein Arbeitszeitkonto gegeben, urteilte das Arbeitsgericht am Dienstag. Der Mann hatte nach eigenen Angaben Überstunden im Gegenwert von 718 Arbeitstagen angesammelt und Freizeit oder 107 000 Euro Entschädigung gefordert. Allerdings hatte es im Jahr 2001 eine Dienstanweisung gegeben, wonach Vorgesetzte wie er keine Überstunden mehr geltend machen durften. Der Kläger hatte im Verfahren schon angekündigt, in die Berufung zu gehen, wenn er verliert.

[24.10.2008, 17:35:43]
Cornelia Klettke 
Ausnutzung von Arbeitskraft
Leider ist es mitlerweile sehr weit verbreitet, dass Angestellte Überstunden absolvieren und wenn es um die Erstattung geht wissen die Chefs wie man sich drückt. Wer Angagement zeigt wird hinterher bestraft. Mir selbst erging es genauso. Über Jahre wurden Überstunden angesammelt ohne die Ermöglichung der Abgeltung und als ich nicht mehr konnte und dies auch aussprach wurde ich abgesägt und musste ein halbes Jahr um mein Geld kämpfen und erhielt auch nicht die volle Zeit erstattet. Das ich mich krank gearbeitet habe hat die Praxisinhaber nicht interessiert.
Armutszeugnis an Menschlichkeit
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