Ärzte Zeitung, 21.09.2009

Schwierige Aufgabentrennung

Entlastung für Ärzte Thema auf vmf-Bundeskongress

HANNOVER (cben). Mit welchen Tätigkeiten können Angehörige anderer Heilberufe Ärzte entlasten? Diese Frage wurde auf dem Bundeskongress medizinischer Fachberufe in Hannover diskutiert. Cornelia Goesmann, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer (BÄK), zog eine eindeutige Trennlinie: "Die Diagnostik muss beim Arzt bleiben", betonte Goesmann. "Nur die Kenntnisse entscheiden über die Kompetenz", sagte die BÄK-Vizepräsidentin.

Enttäuscht von Goesmanns Haltung zeigte sich die Vorsitzende des Bundesverbandes selbstständiger Physiotherapeuten, Ute Repschläger: "Wir Physiotherapeuten wollen, dass die Patienten selber zu uns kommen und nicht ausschließlich auf Überweisung des Arztes", sagte sie auf der Podiumsdiskussion zur Eröffnung des Kongresses. "In anderen Ländern ist es längst üblich, dass die Physiotherapeuten den Patienten screenen und erst bei Bedarf zum Arzt schicken."

Der dreitägige Kongress stand unter dem Thema "Kooperation der Gesundheitsberufe - die Chance".

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vorsicht vor Keimen im Weihwasser!

Bei Grippewellen ist auch in Kirchen die Infektionsgefahr erhöht. Die Erzdiözese Paderborn mahnt Vorsicht bei Weihwasser an, Alternativen gibt es auch zum Friedensgruß. mehr »

Beim Jobsharing nur geringer Spielraum

Ärzte mit Jobsharing-Assistenten, die falsch abrechnen und noch dazu über die erlaubte Leistungsausweitung hinaus, sollen laut BSG beide Verfehlungen zu spüren bekommen. mehr »

Pflegeversicherung 2.0 – jetzt auch mit Steuerzuschuss?

Über den Bundesrat soll ein Paradigmenwechsel in der Finanzierung der Pflegeversicherung herbeigeführt werden. mehr »