Ärzte Zeitung online, 06.08.2010

Niedersachsen prescht vor bei MFA-Fortbildung zur Stationsassistenz

HANNOVER (cben). Als erste Ärztekammer in Deutschland bietet die Kammer in Niedersachsen (ÄKN) eine neu konzipierte Fortbildung für Medizinische Fachangestellte (MFA) zur Stationsassistenz (StA) an. Im November fällt der Startschuss.

Das neukonzipierte Curriculum soll die MFA fit machen für die Unterstützung von Ärzten im Krankenhaus. "Mit dem 120-stündigen StA-Curriculum trägt die ÄKN der Realität in deutschen Krankenhäusern Rechnung und ermöglicht eine strukturierte, qualifizierte Fortbildung für den Einsatz von MFA als Stationsassistent/in", heißt es.

Vor allem geht es darum, die Versorgungsqualität zu erhöhen, erklärte Solveig Vogel von der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN). "Dazu arbeiten wir in der Fortbildung mit Prozessen, die so oder so ähnlich in alle Krankenhäusern vorkommen - von der Aufnahme bis zur Bettenvergabe."

Das StA-Curriculum ist zudem ein mögliches Wahlmodul innerhalb der Aufstiegsfortbildung zur Fachwirtin/zum Fachwirt für die ambulante medizinische Versorgung, dem neuen Konzept der ehemaligen Arztfachhelferin. Wie alle anderen Module kann auch dieses unabhängig von den Pflichtteilen der Fachwirtin absolviert werden.

Angesichts immer durchlässiger werdender Grenzen zwischen den Sektoren greifen "Dokumentation, Verwaltung, Pflege, ärztliche Behandlung, Abrechnung und viele andere Aufgaben immer stärker ineinander über" hieß es. So hat sich das neue Berufsbild der Stationsassistenz in vielen Kliniken in den vergangenen Jahren etabliert. Die ÄKN hatte deshalb bereits 2003 ein Curriculum Stationsassistent/in erarbeitet und es als Wahlmodul in die Aufstiegsfortbildung zur Arztfachhelferin integriert. "Seither haben in fünf Durchgängen 87 Teilnehmerinnen diese Fortbildung durchlaufen", sagte Vogel.

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