Ärzte Zeitung, 19.07.2011

Offizieller Abgesang auf elektronischen Entgeltnachweis

BERLIN (dpa). Die Bundesregierung stellt das Verfahren zum elektronischen Entgeltnachweis (ELENA) endgültig ein. Wirtschafts- und Arbeitsministerium hätten sich darauf verständigt, "das Verfahren schnellstmöglich einzustellen", hieß es in einer am Montag vom Wirtschaftsministerium verbreiteten Pressemitteilung.

Der für das Verfahren notwendige datenschutzrechtliche Sicherheitsstandard bei der elektronischen Signatur sei "in absehbarer Zeit nicht flächendeckend" zu erreichen.

Seit 2010 mussten die Arbeitgeber früher nur auf Papier erfasste Daten monatlich an eine zentrale Speicherstelle bei der Deutschen Rentenversicherung senden.

Rund 3,2 Millionen Arbeitgeber liefern jährlich etwa 60 Millionen Bescheinigungen über Einkommen und Beschäftigung ihrer Mitarbeiter.

Die bisher gespeicherten Daten, so die Zusicherung der Ministerien, würden nun "unverzüglich gelöscht und die Arbeitgeber von den bestehenden elektronischen Meldepflichten entlastet".

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[22.07.2011, 22:36:06]
Uwe Schneider 
Henne und Ei
Was war zuerst da bzw. was muss zuerst da sein? Weil die qualifizierte elektronische Signatur als Sicherheitstechnologie nicht flächendeckend verbreitet ist, wird ELENA nun wieder abgeschaft. So gesehen konnte es das Elena-Ei ohne die Signatur-Henne nicht geben. Doch ohne (Hochsicherheits-)Anwendungen wird sich diese Art der Signatur praktisch nie durchsetzen. Diese Anwendungen sind die Eier, aus denen die Hennen erst schlüpfen. Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens im eHealth-Bereich die Sicherheit entsprechende Investitionen wert sein wird. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Motorradfahren im Pflegeheim

In rund 100 Pflegeheimen werden Spielkonsolen für alte Menschen getestet. Im virtuellen Raum sollen diese ihre kognitiven und motorischen Fähigkeiten trainieren – und Spaß haben. mehr »

Das große Werben

Ohne ausländische Pflegekräfte geht in deutschen Kliniken fast nichts mehr. Ein Blick hinter die Kulissen zweier großer Kliniken in München und Augsburg. mehr »

Wie die künftige Notfallversorgung das System umkrempelt

Mit der Einführung von Integrierten Notfallzentren soll auch der Sicherstellungsauftrag der KVen für die ambulante Versorgung zu den sprechstundenfreien Zeiten aufgehoben werden. mehr »