Ärzte Zeitung, 15.11.2011

Das sollten Chefs bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter beachten

Wenn Praxischefs einen neuen Mitarbeiter suchen, sollten sie strukturiert vorgehen. Eine Praxisberaterin gibt wertvolle Tipps, worauf man dabei achten sollte.

Das sollten Chefs bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter beachten

Mitarbeiter gesucht: Diese Aufgabe können Praxischefs auch gut an die Erstkraft delegieren.

© Light Impression / fotolia.com

BAD ORB (mn). Verlässt eine Mitarbeiterin die Praxis - sei es aus Altersgründen oder persönlichen Gründen - muss Ersatz gesucht werden.

Dies ist meist Aufgabe des Praxischefs, kann aber auch gut an die Erstkraft delegiert werden. Was ist jedoch bei der Suche und der Auswahl neuen Personals zu beachten?

Sinnvoll ist es, wenn zuerst ein Anforderungsprofil erstellt wird, in dem festgelegt wird, welche Qualifikationen die neue Mitarbeiterin mitbringen sollte, welche Hauptaufgaben sie in der Praxis übernehmen soll und welche Eigenschaften sie sonst noch mitbringen muss, so Dipl. Psychologin und Praxisberaterin Katharina Hartig auf der diesjährigen practica in Bad Orb.

Dieses Profil kann dann auch als Kurzfassung in der Stellenanzeige stehen, genauso wie ein Kurzprofil der Arztpraxis.

Im Vorfeld einen standardisierten Fragebogen erstellen

Wenn die ersten Bewerbungen in der Praxis eintreffen, geht es an das Sichten der Bewerberschreiben.

Geeignete Kandidaten sollten dann einzeln und nacheinander in die Praxis bestellt werden. Für das persönliche Einstellungsinterview sollte im Vorfeld ein standardisierter Fragenkatalog erstellt werden, den man allen Bewerbern stellt, damit Praxischef und Erstkraft sie später besser vergleichen können und das Bewerbungsgespräch strukturiert verläuft.

Probearbeiten kann hilfreich sein

Hilfreich ist es auch, wenn Bewerber in der engeren Auswahl zum Probearbeiten eingeladen werden. Hier erkennen die Mitarbeiterinnen dann schnell, ob der Bewerber in das Praxisteam passt oder nicht.

"Bedenken sollten Praxischefs bei der Einstellung immer, dass fachliche Mängel sich besser nachschulen lassen, als menschliche", sagt Hartig.

Einarbeituntspatin oder Mentorin sinnvoll

Hat sich der Arzt für eine Bewerberin entschieden, sollte diese möglichst schnell und effizient in das Team integriert werden, rät Hartig. Hilfreich sei dabei eine Einarbeitungspatin oder Mentorin. Auch ein strukturierter Einarbeitungsplan kann helfen, die neue Mitarbeiterin in die Arbeitsabläufe einzubinden.

Dazu kommen regelmäßige Gespräche und Beurteilungen in der Probezeit. Dabei sollte der Arzt sich mit seiner Erstkraft besprechen, weil diese und ihr Team täglich eng mit der neuen Kraft zusammen arbeiten.

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