Ärzte Zeitung, 10.05.2012

Mündlicher Arbeitsvertrag gilt

HEILBRONN (ck). Wer per Handschlag eine medizinische Fachangestellte einstellt, muss sich später auch an die Abmachungen halten. Das lässt sich aus einem Urteil des Sozialgerichts Heilbronn ableiten.

In dem beschriebenen Fall sah der schriftliche Vertrag andere Arbeitszeiten vor, als mündlich vereinbart. Da der Arbeitnehmer sich weigerte, den Vertrag zu unterschreiben, wurde er gekündigt.

Als er sich arbeitslos meldete, verhängte die Agentur für Arbeit eine Sperrzeit. Aus deren Sicht hat der Arbeitnehmer durch arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlass zur Kündigung gegeben, ohne dafür einen wichtigen Grund gehabt zu haben.

Der Arbeitnehmer klagte erfolgreich gegen die Sperre. Er sei gegenüber seinem Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet gewesen, einen inhaltlich anderen Vertrag abzuschließen, so die Richter. Dies sei mit der Vertragsfreiheit des Arbeitnehmers nicht vereinbar.

Az.: S 7 AL 4100/08

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Milliarden für die Versicherten – Kassen bleiben skeptisch

Erster Aufschlag des neuen Gesundheitsministers: Jens Spahn will gesetzlich Versicherte per Gesetz entlasten. Aus Richtung Kassen weht scharfer Gegenwind. mehr »

Mikroben – Heimliche Heiler

Jede zweite Zelle in und auf uns gehört einer Mikrobe. Durch die erfolgreiche Behandlung mit fäkalen Mikrobiota, etwa bei Autismus, hat die Mikrobiomforschung an Fahrt gewonnen. mehr »

Junge Besucher waren "Verjüngerungskur für DGIM"

Die "Ärzte Zeitung" hat den letzten DGIM-Kongresstag mit der Kamera begleitet. Tagungspräsident Sieber hat uns dabei Rede und Antwort gestanden - und erzählt, was ihn in den Tagen begeistert hat. mehr »