Ärzte Zeitung, 27.11.2012

Jobsharing

Web-Portal will Partner für Teilzeitärzte finden

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Klinikärzte optimieren wollen die Betreiber des Portals Arztinteilzeit.de.

NEU-ISENBURG. Neue Wege zum Jobsharing-Partner für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Klinikärzte will das Internetportal Arztinteilzeit.de gehen.

Rund 12.000 ärztliche Stellen seien aktuell in Deutschland unbesetzt. Das liege auch an den Arbeitsbedingungen, der hohen Belastung und der mangelnden Vereinbarkeit von Familie und Beruf in diesem Bereich.

Dies möchten die Portalgründer Maren Bongartz und Raphael Tsoukas nach eigenen Angaben ändern, und damit auch dem gravierenden Ärztemangel entgegenwirken.

Ziel des Portals sei es, Ärzten die Möglichkeit zu bieten, einen beruflichen Partner zu finden, mit dem sie sich eine ärztliche Stelle teilen können. "Der Bedarf für ein solches Jobsharing-Portal lag für uns klar auf der Hand", erläutert Tsoukas.

38.000 Mediziner in Deutschland arbeiten seiner Aussage nach zurzeit nicht im kurativen Bereich. Laut einem Gutachten des Bundesgesundheitsministeriums geben davon 44 Prozent an, grundsätzlich gerne wieder im alten Beruf arbeiten zu wollen, wie Tsoukas betont.

Als wichtige, diesem Wunsch entgegenstehende Barrieren würden zu hohe Arbeitsbelastung und mangelnde Vereinbarkeit des Berufs mit Familie und Freizeit genannt. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Welche Gesundheitspolitiker bleiben im Bundestag?

So sehr sich der Bundestag verändert - viele aus der Gesundheitspolitik vertraute Gesichter werden vermutlich wieder im Gesundheitsausschuss arbeiten. Eine Auswahl. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »