Ärzte Zeitung, 08.01.2014

Jahresanfang

Tipps für das Mitarbeitergespräch

Jahresgespräche helfen nicht nur, versteckte Mitarbeiterpotenziale zu heben. Sie unterstützen Praxen auch beim Qualitätsmanagement.

NEU-ISENBURG. Der Jahresstart ist eine gute Gelegenheit, gemeinsam mit den Mitarbeitern die persönlichen Ziele fürs neue Jahr auszuarbeiten - und damit nicht nur bislang ungenutzte Potenziale zu heben, sondern gleich auch noch der QM-Pflicht nachzukommen. Das gelingt mit strukturierten Mitarbeitergesprächen.

Allerdings sollten sich Praxischefs zuvor einen Leitfaden für die Gespräche erarbeiten und diesen auch ihren Medizinischen Fachangestellten (MFA) zur Vorbereitung zur Verfügung stellen.

Dabei sollten die MFA wenigstens eine Woche Zeit haben, sich zu den einzelnen Punkten Gedanken zu machen.

Vier Punkte besprechen

Vier Punkte sollten in den Gesprächen auf Augenhöhe diskutiert werden. Zunächst sollte eine Bestandsaufnahme erfolgen: Durch welche Tätigkeiten und Projekte hat sich die MFA im vergangenen Jahr hervorgetan?

 Wie sah das Aufgabengebiet der Mitarbeiterin aus und wie zufrieden war der Chef mit ihrer Leistung? Wie sieht das die MFA?

Darauf aufbauend sollte die Arbeitssituation analysiert werden: Wie bewertet die MFA Arbeitsbelastung und -umfeld? Und wie nimmt sie den Führungsstil des Chefs war?

Wo sieht sie selbst Verbesserungspotenzial in der Zusammenarbeit, wo sieht der Chef Optimierungschancen?

Nachweis für gelebtes Qualitätsmangement

Diese Punkte sind wichtig als Vorarbeit für den nächsten Schritt: das Ermitteln der Entwicklungsperspektiven. Wo sehen Praxisinhaber, aber auch MFA selbst Bereiche, in denen die Fachangestellte vielleicht noch Defizite hat, die sich durch Fortbildungen ausgleichen lassen?

Und welche neuen oder zusätzlichen Aufgaben könnte die MFA übernehmen? Eignet sie sich etwa für das große Feld der Delegation und könnte den Praxischef so mehr entlasten? Schließlich sollten ganz konkrete Ziele und Maßnahmen formuliert werden.

Werden diese gleich auf einem Protokollbogen dokumentiert, hat die Praxis einen Nachweis für gelebtes QM - weil sie damit einen Verbesserungsprozess angestoßen hat. Außerdem wird es mithilfe der Mitarbeitergespräche leichter, Fortbildungspläne zu erstellen - die ebenfalls als QM-Dokumente dienen. (reh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Deutsche ernähren sich schlecht

Tödliche Infarkte und Schlaganfälle durch schlechte Ernährung: Deutschland nimmt hier unter den Ländern mit westlichem Lebensstil einen traurigen Spitzenplatz ein. mehr »

Fallwert steigt um 2,6 Prozent

Die Entwicklung der Arzthonorare tendiert in der GKV-Regelversorgung weiter nach oben – jedenfalls laut den jüngst verfügbaren Zahlen. mehr »

Spahn bleibt bei Sprechstundenzeiten hart

Das Termineservicegesetz wird nachgebessert werden, aber nicht bei den Sprechstundenzeiten. Das stellt Jens Spahn beim Neujahrsempfang des Hausärzteverbands klar. mehr »