Ärzte Zeitung App, 23.10.2014

Uniklinik Aachen

Selfies mit Patienten kosten Pfleger den Job

KÖLN. Weil sie Selbstporträts mit Demenz-Patienten gemacht haben, hat die Uniklinik Aachen fünf Pfleger fristlos entlassen. Die Vorfälle liegen bereits fünf Wochen zurück, sind aber jetzt erst bekannt geworden. Da die Staatsanwaltschaft den Fall prüft und ein arbeitsrechtliches Verfahren läuft, will sich die Klinik nicht zu Details äußern.

Offenbar haben die Pflegenden in der Notaufnahme Selfies und eine Videosequenz mit dementen Patienten, die sie extra geschminkt hatten, erstellt und ins Internet gestellt. Die Klinik erfuhr davon durch einen anonymen Hinweis.

Ein solcher Verstoß gegen den bindenden Verhaltenskodex für die Klinikmitarbeiter sei die absolute Ausnahme, sagt Kliniksprecher Dr. Mathias Brandstädter. "Dieses Verhalten einzelner Mitarbeiter aus dem über 60-köpfigen Team der Notaufnahme stellt für uns einen nicht akzeptablen Werte- und Vertrauensbruch dar."

Patienten seien aber nicht zu Schaden gekommen und Behandlungsabläufe nicht gestört worden. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »