Sprechstundenbedarf mit Tücken

WEIMAR (tra). Bei der Abrechnung des Sprechstundenbedarfs ist oftmals strittig, was denn überhaupt darunter zu subsumieren ist. Nicht selten sind Vertragsärzte deshalb mit Rückforderungen konfrontiert.

Veröffentlicht:

Die regionalen Kassenverbände und die Kassenärztlichen Vereinigungen regeln vertraglich, welche Kosten die Krankenkassen jeweils übernehmen und was über die Abrechnung der EBM-Ziffern schon abgegolten ist. Diese Vereinbarungen zum Sprechstundenbedarf (SSB-V) variieren von Bundesland zu Bundesland. Wer nicht genau weiß, was in seiner KV gilt, sollte sich mit der eigenen KV in Verbindung setzen, um Rückforderungen zu vermeiden. Das empfiehlt jedenfalls die KV Thüringen.

Als Sprechstundenbedarf gelten generell solche Mittel, die bei mehr als einem Berechtigten bei der vertragsärztlichen Behandlung angewendet werden oder in Notfällen für mehr als einen Patienten zur Verfügung stehen müssen.

Mittel, die nicht unter die SSB-V fallen, können in der Regel nicht darunter abgerechnet werden. Hier helfen oft die Arzneimittel- oder Hilfsmittelrichtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses oder das Hilfsmittelverzeichnis der Kassen weiter. Die Kosten für den Praxisbedarf, der nicht als Sprechstundenbedarf gilt, tragen Vertragsärzte selber.

Lesen Sie dazu mehr im Bereich für Fachkreise: Stolperfallen beim Sprechstundenbedarf

Schlagworte:
Mehr zum Thema

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie Hausärzte Fortbildung jetzt „feiern“

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
„Wenn die Politik Wissenschaftlern sagen würde, wir wollen dieses oder jenes Ergebnis, ist das Propaganda.“ Klaus Überla – hier im Treppenhaus seines Instituts – über Einmischungen aus der Politik.

© Patty Varasano für die Ärzte Zeitung

Interview

STIKO-Chef Überla: RSV-Empfehlung kommt wohl bis Sommer

Neue Hoffnung für Patienten mit Glioblastom: In zwei Pilotstudien mit zwei unterschiedlichen CAR-T-Zelltherapien blieb die Erkrankung bei einigen Patienten über mehrere Monate hinweg stabil. (Symbolbild)

© Richman Photo / stock.adobe.com

Stabile Erkrankung über sechs Monate

Erste Erfolge mit CAR-T-Zelltherapien gegen Glioblastom