Ärzte Zeitung, 26.05.2008

Fehler kommt bei Online-Überweisung teuer

Falsche Kontonummer angegeben: Kunde muss jetzt ein zweites Mal zahlen

MÜNCHEN (dpa/eb). Wer eine Überweisung per Online-Banking tätigt und dabei eine falsche Kontonummer angibt, ist sein Geld möglicherweise los.

Denn im beleglosen Online-Überweisungsverkehr muss die Empfängerbank keinen Abgleich zwischen der Kontonummer und dem Namen des gewünschten Empfängers vornehmen, stellte das Amtsgericht München in einem am Montag veröffentlichten, rechtskräftigen Urteil klar.

In einem solchen Fall sei die Empfängerbank vielmehr berechtigt, die ihr von der überweisenden Bank übermittelten Daten ausschließlich aufgrund der Kontonummer auszuführen. Die Benutzung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs beinhalte den Verzicht auf einen Abgleich.

Gläubiger, die auf diese Weise ihr Geld nicht bekommen, können dennoch aufatmen: Ihr Anspruch auf Zahlung besteht weiter, so das Gericht. Im konkreten Fall muss der Kunde also erneut 1800 Euro zahlen. Wegen der desolaten Finanzsituation, in der die falsche Empfängerin des Geldes steckt, kann der Mann nicht erwarten, dass er das falsch überwiesene Geld zurück bekommt.

Urteil des Amtsgerichts München, Az.: 222 C 5471/07

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Impfpflicht löst Masernproblem nicht

Eine Impfpflicht bei Masern würde ungeimpfte Erwachsene als Verursacher nicht erreichen und Skeptiker vor den Kopf stoßen. Ausbrüche sind nur mit mehr Engagement zu verhindern, so RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler. mehr »