Ärzte Zeitung online, 21.10.2009

NRW: Elf Millionen Dosen Schweinegrippe-Impfstoff stehen bereit

DÜSSELDORF (iss). Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) appelliert an die Ärzte und das medizinische Personal in Arztpraxen und Krankenhäusern, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. Gleichzeitig sieht er Nordrhein-Westfalen gut vorbereitet für die flächendeckende Impfung der Bevölkerung.

NRW: Elf Millionen Dosen Schweinegrippe-Impfstoff stehen bereit

Foto: OutStyle ©www.fotolia.de

Laumann sieht Ärzte und medizinisches Personal besonders in der Pflicht: "Sie tragen besondere Verantwortung für das Wohl Ihrer Patientinnen und Patienten und Sie werden für die Patientenversorgung gebraucht." Deshalb sollten sich alle Beschäftigten im Gesundheitswesen nicht nur gegen die saisonale, sondern auch gegen die Neue Grippe impfen lassen, forderte Laumann.

Er setzt insgesamt auf eine hohe Impfbereitschaft der Bevölkerung. "Ich bin davon überzeugt, dass eine rechtzeitige Impfung der beste Schutz gegen die sich unverändert ausbreitende Neue Grippe ist." Laumann hofft, dass sich die Bevölkerung durch die kontroversen Diskussionen der vergangenen Tage nicht hat verunsichern lassen.

Nach seinen Angaben hat das bevölkerungsreichste Bundesland mit knapp elf Millionen Dosen Pandemrix® ausreichend Impfstoff bestellt. "Das Land hat eine flächendeckenden Versorgung mit den Kommunen zusammen vorbereitet", sagte der Minister. Er dankte den Gesundheitsämtern und den niedergelassenen Ärzten für ihre Unterstützung.

In NRW entscheiden die "unteren Gesundheitsbehörden" - das sind in der Regel die Gesundheitsämter - darüber, wie die Impfungen vor Ort ablaufen werden. Art und Umfang, wie die Niedergelassenen in die Impfaktionen einbezogen werden, sind regional sehr unterschiedlich. Als Honorar erhalten die Mediziner 5,20 Euro.

Nach einer Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein (KVNo) und Westfalen-Lippe hatten sich rund 4000 Hausärzte bereit erklärt, sich an der Massenimpfung zu beteiligen. "Die Gesundheitsämter können auf diese Kollegen zugehen", sagte der KVNo-Vorsitzende Dr. Leonhard Hansen. Bei der Umsetzung vor Ort werde es eine große Vielfalt geben, erwartet er. Das kontrastiere mit der stringenten Organisation der

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