Ärzte Zeitung, 20.11.2009

Zusatzlohn Brutto für Netto - so motivieren Ärzte ihre Mitarbeiter

Lohnersatzleistungen sind oft kostenneutral

NEU-ISENBURG (juk). Nichts motiviert so gut wie Geld. Für Praxischefs gibt es viele Möglichkeiten, ihren Mitarbeitern ein Zusatzeinkommen zu zahlen - ohne dass beide Seiten mit Steuern oder Sozialabgaben belastet werden.

Die Palette der sogenannten Lohnersatzleistungen ist breit gefächert. So können niedergelassene Ärzte ihren Helferinnen entweder die Kindergartenbetreuung mitfinanzieren, einen privaten Internetanschluss zahlen oder eine Beihilfe zur Erholung leisten.

Der Vorteil, so Steuerberater Rudolf Stettmer aus Regen in Bayern: "Intelligent gestaltet, kann man dafür sorgen, dass Arbeitnehmer den Betrag Brutto für Netto erhalten." Das motiviere natürlich die Praxismitarbeiter mehr als beispielsweise ein freiwillig gezahltes Weihnachtsgeld, von dem nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nur knapp die Hälfte übrig bleibe.

Aber auch Praxischefs profitieren in der Regel von den freiwilligen Sonderzahlungen. Am Beispiel Weihnachtsgeld macht Stettmer dies deutlich: Bekomme eine Arzthelferin 1250 Euro brutto Weihnachtsgeld, werden dieser in der Steuerklasse III nur 579 Euro ausgezahlt, für den Arbeitgeber fallen aber ingesamt 1506 Euro Lohnkosten an. Kombiniere stattdessen der Arzt vier mögliche Lohnersatzleistungen, könne er seiner Mitarbeiterin netto 1250 Euro auszahlen und spare bei den Lohnkosten gleichzeitig noch knapp 100 Euro. Je nach Fallgestaltung seien sogar weitere Einsparungen möglich.

Lesen Sie dazu auch:
Geschenke zum Fest - ohne Steuer und Sozialabgaben

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Hausarztverträge im Visier des BVA

Das Bundesversicherungsamt duldet Chronikerpauschalen in bisheriger Form nicht mehr. Bis Ende August müssen Kassen Verträge anpassen. Hausärzte-Chef Weigeldt ist vergrätzt. mehr »

Reiseimpfungen – Welcher Schutz ist nötig?

Egal, wohin die Reise geht, die Basisimpfungen sollten vorhanden sein. Doch auch 2018 gibt es für einige Länder spezielle Empfehlungen. mehr »

IQWiG hinterfragt Darmkrebs-Screening

Der aktuelle Rapid Report des IQWiG kommt ebenso wie der Abschlussbericht von 2013 zu dem Fazit: Der Nutzen des Screenings bei unter 55-Jährigen mit einem familiären Risiko für Darmkrebs ist unklar. mehr »