Ärzte Zeitung, 02.12.2009

Die wenigsten Ärzte warten bis zum offiziellen Rentenalter

In Nordrhein beziehen nur 36 Prozent der Mediziner eine Regelrente

DÜSSELDORF (iss). Bei der Nordrheinischen Ärzteversorgung ist im Jahr 2008 das durchschnittliche Niveau der ausgezahlten Renten leicht gesunken - allerdings auf einem hohen Niveau. Die durchschnittliche Rente betrug im vergangenen Jahr 2682 Euro, nach 2691 Euro 2007. Immerhin elf Prozent aller ausgezahlten Renten lagen über 4000 Euro.

Die wenigsten Ärzte warten bis zum offiziellen Rentenalter

Nur sieben Prozent der Ärzte arbeiten länger, als sie müssten.

"Wenn wir im vergangenen Jahr eine Altersrente neu zugesagt haben, so betrug diese durchschnittlich 2643 Euro", berichtete der Geschäftsführer der Ärzteversorgung (NAEV), Dr. Dirk Lepelmeier, bei der Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein in Düsseldorf.

Der Anteil der Ärzte, die eine vorgezogene Altersrente beziehen, ist nach wie vor sehr hoch. Er lag 2008 bei 52,4 Prozent, nach 52,9 Prozent im Jahr 2007. 35,8 Prozent erhielten die Regel-Arbeitsrente. Nur 7,2 Prozent der Ärzte hatten den Rentenbeginn aufgeschoben.

Die Zahl der Rentenbezieher nahm um 3,9 Prozent auf 14 493 zu. "Die jährlichen Versorgungsleistungen insgesamt stiegen im Geschäftsjahr 2008 um 5,6 Prozent auf 412 Millionen Euro", sagte Lepelmeier. Ende 2008 zählte die NAEV 43 675 Mitglieder, das waren 2,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die größte Gruppe stellten mit 51,8 Prozent die angestellten Ärzte, gefolgt von den niedergelassenen Kollegen mit 30,0 Prozent.

Die niedergelassenen Ärzte zahlten einen Durchschnittsbeitrag von 12 716 Euro, der damit deutlich über den 10 563 Euro der angestellten Mediziner lag. Den höchsten Durchschnittsbeitrag zahlten erneut die Chefärzte mit 15 188 Euro, den niedrigsten Ärzte ohne Tätigkeit (3560 Euro).

Der Bestand der Kapitalanlagen des Nordheinischen Versorgungswerks legte im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zu. Damit erwirtschaftete die NAEV nach eigenen Angaben eine Kapitalrendite von 4,0 Prozent.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Mikroben – Heimliche Heiler

Jede zweite Zelle in und auf uns gehört einer Mikrobe. Durch die erfolgreiche Behandlung mit fäkalen Mikrobiota – zum Beispiel bei Autismus – hat die Mikrobiomforschung an Fahrt gewonnen. mehr »

Junge Besucher waren "Verjüngerungskur für DGIM"

Die "Ärzte Zeitung" hat den letzten DGIM-Kongresstag mit der Kamera begleitet. Tagungspräsident Sieber hat uns dabei Rede und Antwort gestanden – und erzählt, was ihn in den Tagen begeistert hat. mehr »

628 Kliniken soll Geld gestrichen werden

Hunderte Krankenhäuser sollen nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses keinen Zuschlag mehr für die Notfallversorgung erhalten. mehr »