Ärzte Zeitung, 21.12.2009

Ausbildungsquote in Arztpraxen bleibt auch 2009 hoch

BERLIN (reh). Deutsche Arztpraxen bilden weiterhin kräftig aus. Das zeigen die aktuellen Statistiken des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB). Bundesweit wurden in den Praxen in diesem Jahr 14 282 neue Ausbildungsverträge mit angehenden Medizinischen Fachangestellten geschlossen. Das sind zwar 4,5 Prozent oder 670 Verträge weniger als in 2008. Aber im Vergleich zu den Notaren, bei denen über zwölf Prozent der Ausbildungsstellen weggefallen sind, sind das erträgliche Zahlen.

Als mögliche Gründe für die sinkende Ausbildungsbereitschaft in den Praxen führt Marcus Kuhlmann, Geschäftsführer des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB), den Gesundheitsfonds und die Verunsicherung wegen der Honorare an. Allerdings mit dem Hinweis, dass es sich hierbei eher um eine Vermutung handele, da es auch bei den Ärztekammern keinerlei feste Indizien hierfür gebe. Dabei liegt das Minus in den alten Bundesländern mit 4,8 Prozent wesentlich höher als in den neuen Ländern (- 1,2 Prozent). Insgesamt wurden 2009 bei den Freien Berufen 42 675 Neuverträge (- 2,9 Prozent) abgeschlossen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Ein querschnittsgelähmter Mann kann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

OTC-Gebrauch verfälscht Laborwerte

Die meisten Patienten nehmen gelegentlich freiverkäufliche Arzneimittel ein. Nur wenige legen das gegenüber ihrem Arzt offen. Das hat Folgen, etwa für die Interpretation von Laborergebnissen. mehr »