Ärzte Zeitung online, 29.12.2009

Öko-Heizung vom 1. Januar an Pflicht im Südwesten

STUTTGART (dpa). Baden-Württemberg macht als erstes Bundesland die Öko-Heizung zur Pflicht: Auch beim Austausch von Heizungsanlagen in Wohngebäuden müssen vom 1. Januar an mindestens zehn Prozent des Wärmebedarfs über erneuerbare Öko-Energien gedeckt werden.

Bislang galt die Pflicht zur Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien wie Sonnenkraft, Erdwärme oder Biomasse nur für Heizungen in Neubauten. Umgangen werden kann die Zehn-Prozent-Pflicht für Altbauten nur durch verbesserte Wärmedämmung an Fassade oder Dach, teilte das Umweltministerium am Dienstag in Stuttgart mit.

Das Heizen und die Warmwasserbereitung in Gebäuden gelten als besonders klimaschädlich: Rund ein Drittel des jährlichen Gesamtausstoßes von rund 70 Millionen Tonnen CO2 im Land werde dadurch verursacht, hieß es. Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) sagte, vor allem bei den etwa 70 Prozent älteren Wohngebäuden könnten durch eine energetische Modernisierung bis zu 50 Prozent und mehr Energie eingespart werden. Jährlich würden in Baden-Württemberg rund 50 000 Heizungsanlagen erneuert - viel zu selten werde dabei aber an die Nutzung von Öko-Energie gedacht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »