Ärzte Zeitung online, 20.01.2010

Tariflöhne 2009 um 2,6 Prozent gestiegen

DÜSSELDORF (dpa). Die Tariflöhne und -gehälter sind 2009 im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 2,6 Prozent gestiegen. Das teilte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Da sich die Verbraucherpreise nur um 0,4 Prozent erhöhten, ergebe sich daraus ein realer Anstieg der Tarifvergütungen von 2,2 Prozent. "Selbst in Wirtschaftszweigen mit geringen Tarifsteigerungen, ergibt sich ein reales Plus", sagt der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Reinhard Bispinck.

Am höchsten sei die Tarifsteigerung im Bereich Energie- und Wasserversorgung ausgefallen (4,1 Prozent), am niedrigsten war sie im Handel (1,4 Prozent). In Ostdeutschland lag die Erhöhung mit 3,0 Prozent höher als in Westdeutschland (2,6 Prozent).

Die Entwicklung der effektiven Bruttoeinkommen dagegen sei nicht so erfreulich gewesen: Sie seien nominal um 0,4 Prozent gesunken, preisbereinigt sogar um 0,8 Prozent. Damit sei 2009 das sechste Jahr in Folge, in dem die Beschäftigten effektive Reallohnverluste hinnehmen mussten. Als Hauptgründe nannte das WSI Kurzarbeit und Abstriche beim Entgelt.

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