Ärzte Zeitung, 16.02.2010

betapharm kappt seinen Außendienst

AUGSBURG (ava). Die Rabattverträge der Krankenkassen mit Pharmaherstellern setzen die Industrie unter massiven Kostendruck. Jetzt gibt der Generikahersteller betapharm seinen klassischen Außendienst komplett auf. Nachdem das Unternehmen Mitte 2009 schon seinen Arztaußendienst eingestellt hatte (wir berichteten), werden ab März auch keine Außendienstmitarbeiter mehr in die Apotheken kommen.

Wichtige Apotheken werden nur noch zentral betreut, sagte Firmenchef Michael Ewers dem "Handelsblatt". Mitte 2008 hatte betapharm nach Zeitungsangaben noch 220 Außendienstmitarbeiter. Ab März wird betapharm nur noch 90 Mitarbeiter beschäftigen. Die Konkurrenten trifft der Rabattwettbewerb ebenfalls hart. Ende Januar wurde bekannt, dass Hexal seine Außendienststärke von 330 auf 220 verkleinern wolle. Im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" nannte Hexal-Chef Helmut Fabry die veränderten Marktbedingungen als Grund für den Stellenabbau.

Lesen Sie auch:

Besuche von Generika-Pharmareferenten in Hausarztpraxen werden immer seltener.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »