Ärzte Zeitung, 23.02.2010

Kommentar

Kooperationsform macht Karriere

Von Hauke Gerlof

Wer langsam geht, kommt auch zum Ziel. Das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz und die korrespondierenden Änderungen in den Berufsordnungen der Kammern sind gute Beispiele für den Wahrheitsgehalt dieses Satzes. Gerade mit den Teilgemeinschaftspraxen verbanden sich nach Inkrafttreten des Gesetzes viele Hoffnungen.

Doch manche stürmten zu schnell vor und schlossen sich mit Radiologen und Laborärzten zusammen - was im Kern darauf hinauslief, dass das Verbot der Zuweisung gegen Entgelt auf diese Weise unterlaufen wurde. So verstanden jedenfalls viele Ärztekammern Initiativen in diese Richtung und untersagten diese Zusammenschlüsse. Die Teilgemeinschaftspraxis schien damit zunächst als neue Kooperationsform auf dem Abstellgleis zu sein.

Doch heimlich, still und leise haben sich mittlerweile doch einige Teilgemeinschaften etabliert und die eigentlichen Vorteile dieser Kooperationsform herausgearbeitet: die Möglichkeit, sich stärker zu spezialisieren und die eigenen Leistungen einer viel größeren Zahl von Patienten anzubieten. Ärzte, die in diesem Sinne vertrauensvoll zusammenarbeiten, zeigen den Weg, wie Freiberufler auch in Zukunft im Gesundheitsmarkt bestehen können.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Deutsche ernähren sich schlecht

Tödliche Infarkte und Schlaganfälle durch schlechte Ernährung: Deutschland nimmt hier unter den Ländern mit westlichem Lebensstil einen traurigen Spitzenplatz ein. mehr »

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

„Opioide niemals als Add-on-Therapie!“

Für die Dauertherapie bei mittleren bis starken Schmerzen gibt es keine verträglicheren Analgetika als retardierte Opioide, betont Schmerzmediziner Norbert Schürmann. Daneben kritisiert der Schmerzexperte die Fixiertheit auf Morphin. mehr »