Ärzte Zeitung online, 02.03.2010
 

Microsoft bietet Nutzern Wahl beim Gang ins Internet

BRÜSSEL (ava). Ab sofort muss der Softwareriese Microsoft Nutzern des Computersystems Windows die freie Wahl beim Gang ins Internet lassen: Den meisten Nutzern von Windows, deren Standard-Webbrowser der Internet Explorer ist, wird seit Anfang März bis Mitte Mai ein Auswahlbildschirm angezeigt. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit.

Die Kunden können dann zwischen elf weiteren Webbrowsern wählen. Die EU-Kommission hatte Microsoft im Dezember 2009 zu diesem Schritt gezwungen. Der Grund: Der Marktanteil von Windows liegt bei über 90 Prozent.

Von Haus aus wird mit dem Betriebssystem aber auch der Microsoft-Webbrowser Internet Explorer mit ausgeliefert. Diese Koppelung an ein marktbeherrschendes Betriebssystem wollten die EU-Wettbewerbshüter nicht hinnehmen.

Microsoft hat sich verpflichtet, im europäischen Wirtschaftsraum fünf Jahre lang einen Auswahlbildschirm anzubieten, über den die Nutzer von Windows XP, Windows Vista und Windows 7 frei auswählen können, welchen Browser sie zusätzlich oder anstelle des Internet Explorer installieren möchten.

Neben dem Internet Explorer werden jetzt auch Apple Safari, Google Chrome, Mozilla Firefox und Opera unmittelbar zur Auswahl angeboten. Spezialbrowser wie Avant Browser, Flock, Green Browser, K-Melon, Maxthon, Sleipnir und Slim Browser werden in einer vertikalen Leiste angezeigt. Der Auswahlbildschirm wird bis Mitte Mai voraussichtlich auf mehr als 100 Millionen PCs in Europa erscheinen.

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