Ärzte Zeitung online, 28.04.2010
 

HanseMerkur wächst weiter - dem Hausarzttarif sei es gedankt

KÖLN (iss). Nicht zuletzt wegen des großen Interesses am Hausarzttarif "Start Fit" konnte die HanseMerkur Krankenversicherung ihren Marktanteil im vergangenen Jahr weiter ausbauen. Die Gruppe hat in der Vollversicherung besser abgeschnitten als die Branche insgesamt und rechnet auch im laufenden Jahr mit einem überdurchschnittlichen Wachstum.

Bei der Zahl der Vollversicherten legte die HanseMerkur um 22 348 auf 141 000 zu, das war ein Plus von 18,9 Prozent. Alle PKV-Unternehmen zusammen konnten ihren Kundenbestand um gut 175 000 steigern. Damit entfiel ein Anteil von 12,8 Prozent des Zuwachses auf den mittelgroßen Anbieter.

Einer der entscheidenden Wachstumsträger war nach Angaben von Unternehmenssprecher Heinz-Gerhard Wilkens der Hausarzttarif. "Das Angebot passt gut in wirtschaftlich schwierige Zeiten", sagt er. Im vergangenen Jahr hatte die HanseMerkur das Angebot auch auf hausärztliche Internisten erweitert. Zuvor galt die volle Kostenübernahme nur bei Allgemeinmedizinern. Zwar lasse sich nicht genau beziffern, wie sich diese Änderung auf den Verkauf des Produkts auswirkt, sagt Wilkens. "Sie ist aber für unseren Vertrieb und die Versicherungsmakler ein wichtiges Argument."

Auch in der Zusatzversicherung gewann der Versicherer deutlich hinzu. Die Zahl der Versicherten stieg um 5,6 Prozent auf eine Million, vor allem durch die Kooperationen mit den gesetzlichen Krankenkassen DAK und HEK sowie der Hamburger Sparkasse. Die Tatsache, dass die DAK einen Zusatzbeitrag von acht Euro verlangt, mache sich bei der HanseMerkur bislang nicht negativ bemerkbar, so Wilkens. "Vielen Kunden ist das Leistungsversprechen der Kasse wichtig, nicht nur der Preis."

In Zusammenarbeit mit der Optikerkette Fielmann setzte der Versicherer fast 580 000 neue Brillenversicherungen ab und hat davon jetzt 4,4 Millionen Verträge im Bestand.

Die Beitragseinnahmen in der Krankenversicherung nahmen im vergangenen Jahr um 9,2 Prozent auf 700 Millionen Euro zu, verglichen mit einem Marktwachstum von 3,8 Prozent. Die Leistungsausgaben stiegen stärker um 11,0 Prozent auf 334 Millionen Euro. Überdurchschnittliche Zuwächse gab es dabei bei Zahnbehandlungen und Zahnersatz. Für ambulante Leistungen gab die HanseMerkur 8,3 Prozent mehr aus als 2008, für stationäre Behandlungen 6,2 Prozent mehr.

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