Ärzte Zeitung, 14.05.2010

Versicherer Axa plant Kooperation mit dem Hausärzteverband

KÖLN (iss). Die Axa Krankenversicherung und der Deutsche Hausärzteverband verhandeln über eine langfristige Kooperation. Ziel ist die Entwicklung von Modellen der hausarztzentrierten Versorgung für Axa-Kunden. Details stehen allerdings noch nicht fest.

Für viele Versicherte sei der qualifizierte Hausarzt unverzichtbarer Bestandteil der medizinischen Versorgung, sagt Thomas Michels, Vorstand der Axa Kranken. "Diesen Versicherten möchten wir hausärztliche Versorgung nach verbindlich vereinbarten höchsten Standards bieten, selbstverständlich bei Erhalt der ärztlichen Therapiefreiheit und der freien Wahl des Arztes, auch des Facharztes."

Damit geht der Versicherer in eine ähnliche Richtung wie der PKV-Verband. Er wollte mit der KV Bayerns einen Pilotvertrag zu Service und Qualität der privatärztlichen Versorgung schließen, ist aber am Veto der Vertreterversammlung gescheitert.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hausärzteverbands Eberhard Mehl freut sich über das Interesse des PKV-Unternehmens. "Die Zusammenarbeit mit Axa bestärkt uns darin, die zentrale Rolle des Hausarztes in unserem Gesundheitssystem weiter auszubauen."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Große Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können Ärzte wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Varizellen-Impfung – ein Segen für Kinder

Seit 2004 wird allen Kindern die Impfung gegen Windpocken empfohlen. Der Schutz ist eine Erfolgsgeschichte: Die Krankheit wurde zurückgedrängt und mögliche schwere Komplikationen werden vermieden. mehr »

So viel Zucker pro Tag darf's sein

Die Auswertung von Fachstudien ist eindeutig genug, um eine konkrete Obergrenze für den täglichen Zuckerkonsum festzulegen. Drei Fachgesellschaften haben sich nun auf eine Menge geeinigt. mehr »