Ärzte Zeitung online, 30.07.2010

KVWL: Mit der Online-Anbindung nicht bis zur letzten Minute warten

KÖLN (iss). Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) will ihre Mitglieder überzeugen, sich möglichst schnell fit für die Online-Abrechnung zu machen. Mit der Einrichtung ihres Online-Zugangs sollten die Niedergelassenen nicht bis zur letzten Minute warten, sagt KVWL-Vorstand Dr. Thomas Kriedel.

"Dass die Online-Abrechnung kommt, ist sicher. Wer sich rechtzeitig anmeldet, legt am 1. Januar 2011 keinen Holperstart hin", so Kriedel. Bis Ende 2010 fördert die KVWL Ärzte und Psychotherapeuten, die sich dem gesicherten Datennetzwerk KV-SafeNet anschließen, mit einer Prämie zwischen 200 und 400 Euro. "Die Online-Abrechnung erleichtert viele Arbeitsschritte des Praxisalltags", sagt Kriedel. Außerdem stünden den Nutzern durch KV-SafeNet die weiteren Online-Dienste der KVWL zur Verfügung.

Nach einer Richtlinie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ist die Online-Abrechnung ab dem 1. Januar 2011 für alle Niedergelassenen Pflicht. Eine Umsetzung hält aber offenbar niemand für realistisch. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat erst vor Kurzem darauf hingewiesen, dass Ärzte, die ihre Abrechnung nicht elektronisch übermitteln, auch im kommenden Jahr nicht mit Sanktionen zu rechnen haben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welche Reformen sind dringend notwendig?

Bürgerversicherung, Regressrisiko, GOÄ: Unsere Leser haben abgestimmt, welche Themen in der Gesundheitspolitik die nächste Bundesregierung unbedingt anpacken sollte. mehr »

Patienten sollen für Infos zahlen

Patienten und Angehörige sind bei beratungsintensiven Erkrankungen häufig hilflos. Viele Akteure versuchen, neutrale Angebote im Internet bereitzustellen. Ein Biologe will nun Beteiligte auf einer Plattform zusammenführen. mehr »