Ärzte Zeitung online, 06.08.2010

Pädiater und Neurologen bestehen Stresstest der Medizingeräte mit Bravour

MAINZ (maw). Was die Medizingeräte in rheinland-pfälzischen Pädiater- und Neurologenpraxen angeht, gibt es nicht viel zu mäkeln. Mehr als die Hälfte der sich im Einsatz befindlichen Geräte bieten keinen Grund zur Beanstandung, wie Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD) in Mainz resümierte.

Da zu einer guten medizinischen Versorgung auch sichere medizinische Geräte gehörten, überprüfte laut Ministerium die rheinland-pfälzische Gewerbeaufsicht in jedem Jahr schwerpunktmäßig die Geräte in Arztpraxen. Im vergangenen Jahr standen Pädiater und Neurologen im Fokus.

Laut Dreyer, die dies ein erfreuliches Ergebnis nennt, waren 52 Prozent der überprüften medizinischen Geräte frei von Beanstandungen. Lediglich 0,7 Prozent der Geräte wurde nicht sicher betrieben. Diese Geräte wurden laut Dreyer direkt stillgelegt.

Etwa 47 Prozent der Geräte wiesen Mängel auf, die nicht oder nicht unmittelbar sicherheitsrelevant waren. Weder für Patienten noch für das medizinische Personal sei von diesen Geräten eine Gefahr ausgegangen.

Insgesamt wurden 63 Kinderarzt- und 45 neurologische Praxen überprüft. Untersucht wurden gut 400 medizinische Geräte wie Reizstromtherapiegeräte, Elektrokardiographiegeräte (EKG), Elektromyographiegeräte (EMG), Lungenfunktionsgeräte und Defibrillatoren. Dabei wurde auf den sicherheitstechnischen und hygienischen Zustand der Geräte und die Vollständigkeit der erforderlichen Dokumentation, also Gebrauchsanweisungen und Prüfberichte, geachtet.

Hauptanliegen der jährlichen Schwerpunktaktion der Gewerbeaufsicht sei es, die Einhaltung der Vorschriften des Medizinproduktegesetzes zu gewährleisten. Ebenso wichtig seien aber auch die Beratungsgespräche, mit denen die Mitarbeiter der Gewerbeaufsicht das Problembewusstsein in den Praxen für die Belange des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Umgang mit medizinischen Geräten schärften. Diese präventive Überwachung trage dazu bei, die Sicherheit von medizinischen Geräten zu erhöhen, so Dreyer.

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