Ärzte Zeitung online, 09.08.2010

Neue Kodierrichtlinien: Die Praxis-EDV bestimmt den Arbeitsaufwand

NEU-ISENBURG (reh). Die Pilotphase zu den neuen Kodierrichtlinien ist in Bayern gut angelaufen. Allerdings hänge die Umsetzbarkeit stark von der jeweils genutzten Praxissoftware ab, sagt der Vorsitzende der KV Bayerns (KVB), Dr. Axel Munte, in einem aktuellen Videobeitrag auf der Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigungen www.kv-on.de.

Neue Kodierrichtlinien: Die Praxis-EDV bestimmt den Arbeitsaufwand

Von überwiegend positiven Erfahrungen mit den neuen ambulanten Kodierrichtlinien (AKR) berichtet die KV Bayerns.

© nös

Die verschiedenen Software-Systeme setzten die Richtlinien unterschiedlich um, so Munte. "Bei dem einen geht es leichter, bei dem anderen ist es schwieriger." Von den 100 teilnehmenden Ärzten aller Fachrichtungen habe es insgesamt aber bisher überwiegend positive Rückmeldung gegeben. Mit dabei seien auch alle großen Software-Hersteller. Und die Mehrheit der Ärzte hätte vorher einen Kurs der KVB belegt. Zudem könnten sich die Ärzte mit ihren Fragen an eine Hotline der KV Bayerns oder auch der KBV wenden.

Die Pilotphase läuft seit dem 1. Juli. Ziel sei es - erklärt Munte - Fehler im System rechtzeitig zu erkennen. Die Ergebnisse würden an die KBV weitergeleitet und dort wissenschaftlich ausgewertet. Bundesweit sollen die neuen Kodierrichtlinien dann ab Januar 2011 gelten.

Video-Beitrag: www.kv-on.de/html/237.php

Lesen Sie dazu auch:
Neue Kodierrichtlinie für Hausärzte passé
Kodierrichtlinien: Wieder einmal Gratisarbeit für die Kassen?

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