Ärzte Zeitung, 15.11.2010

Kommentar

QM: Ein starkes Argument

Von Rebekka Höhl

In Sachen QM wird es langsam ernst. 2011 will der Gemeinsame Bundesausschuss wissen - oder vielmehr evaluieren - was das QM in den Praxen gebracht hat. Und zwar den Praxen selbst und natürlich den Patienten.

Über die Folgen kann man nur mutmaßen: Ob dann tatsächlich Sanktionen für QM-Muffel drohen oder ob der Schritt zur qualitätsorientierten Vergütung außerhalb von DMP und Integrierter Versorgung kommt? Eines ist jedoch ziemlich sicher, Vertragsärzte müssen nicht in Angst und Schrecken verfallen.

Gar nicht nur, weil bereits die QM-Statistiken aus 2009 für die niedergelassenen Ärzte sprechen: Allein in Rheinland-Pfalz lagen fast 90 Prozent der Praxen mehr als im QM-Zeitplan. Sondern weil selbst Ärzte, die sich noch gegen QM wehren und die, die am lautesten darüber schimpfen, in ihrer Praxis längst Qualität leben.

Es wird wohl kaum eine Praxis geben, in der es nicht feste Arbeitsabläufe in Bereichen gibt, die Hygiene oder Patientensicherheit betreffen. Mit der Evaluation könnten die Praxen also endlich nach außen zeigen: Hier wird Qualität geboten im Gesundheitswesen! Ein starkes Argument auch in Honorarverhandlungen.

Lesen Sie dazu auch den Bericht:
QM-Check: Jetzt müssen Vertragsärzte ran!

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