Ärzte Zeitung, 17.11.2010

Kommentar

Kooperation lohnt auch über Bande

Von Matthias Wallenfels

Medizinische Kooperationsgemeinschaften bieten Vertragsärzten auf Basis der Musterberufsordnung viel Spielraum. Dabei ist fast keine Option undenkbar - solange Ärzte mit Vertretern anderer Gesundheitsberufe kooperieren. Das pekuniäre Argument muss dabei nicht immer im Vordergrund stehen. Denn "Kick-backs" sollten nicht die motivierende Komponente für die Zusammenarbeit sein - das verbietet sich schon mit Blick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Den Reiz der Kooperation macht etwas anderes aus. Der Blick auf das Billard-Spiel ist hier hilfreich. Wer über Bande spielt, kann mehr erreichen, als wenn er versucht, alles mit einem direkten Stoß anzugehen. So kann das abgestimmte Zusammenwirken zum Wohl des Patienten als Instrument dienen, um langfristig neue Patienten für die Praxis zu gewinnen - Patienten, die vom Spirit der Praxis begeistert sind.

Ein Beispiel sind Sucht-Patienten, die in Kooperation mit Sozialpädagogen von Vertragsärzten therapiert werden. Erzielen sie einen Erfolg, so werden die Betroffenen mit Sicherheit die Praxis weiter empfehlen, die ihnen geholfen hat.

Lesen Sie dazu auch den Gastbeitrag:
Kooperation mit ungewohnten Partnern

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »