Ärzte Zeitung, 09.12.2010
 

"Kein Einstiegsgehalt mehr unter zehn Euro"

Tarifverhandlungen für Medizinische Fachangestellte laufen / Berufsverband will Alleinverdiener stärken

NEU-ISENBURG (reh). Seit heute laufen die Tarifverhandlungen zu den Gehältern der Medizinischen Fachangestellten. Ihr Berufsverband fordert ganz klar eine lineare Gehaltssteigerung.

"Kein Einstiegsgehalt mehr unter zehn Euro"

Ein besseres Einstiegsgehalt von Medizinischen Fachangestellten fordert der Verband für medizinische Fachberufe.

© Klaus Rose

"Kein Einstiegsgehalt mehr unter zehn Euro pro Stunde", so formuliert Magret Urban, Ressortleiterin Tarifpolitik beim Verband für medizinische Fachberufe (VmF), das Ziel des Berufsverbands. Denn momentan lägen die Startgehälter bei 8,53 Euro pro Stunde. "Selbst die Putzkräfte in den Praxen werden besser bezahlt", sagt Urban zur "Ärzte Zeitung". Eine Prozentzahl für die Gehaltsforderung will sie aber nicht nennen, denn das klinge dann wieder nach einer viel zu hoch gegriffenen Forderung.

Aber natürlich sollen nicht nur die Gehälter in der Tätigkeitsgruppe I und fürs erste bis dritte Berufsjahr, sondern in einem linearen Verhältnis auch die Gehälter der übrigen Tätigkeitsgruppen angehoben werden. Wobei das Einstiegsgehalt derzeit für die Tätigkeitsgruppe I bei 1424 Euro/Monat liegt.

Dem VmF sei es wichtig, dass Medizinische Fachangestellte von ihrem Beruf leben könnten. Das sei derzeit nicht immer gegeben, wie erste Daten der Online-Gehaltsumfrage des VmF zeigen: Rund sechs Prozent der Teilzeit- wie Vollzeit-Beschäftigten müssten noch einen Minijob ausüben, um über die Runden zu kommen. Und immerhin ein gutes Drittel der Befragten seien Alleinverdiener.

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