Ärzte Zeitung, 10.03.2011

AOK Plus verzeichnet für 2010 eine halbe Million Euro Betrugsschäden

DRESDEN (reh). Die AOK Plus hat im vergangenen Jahr in Thüringen und Sachsen Betrugsfälle im Gesundheitswesen mit einer Schadenssumme von rund 500.000 Euro aufgedeckt.

Dabei hat sich nach Angaben der Kasse die Schadenssumme im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Insgesamt sei die AOK Plus 418 Hinweisen nachgegangen. Dabei lagen 43 Verdachtsfälle gegen Ärzte vor, sagte Ute-Barbara Friedrich, stellvertretende Pressesprecherin der AOK Plus der "Ärzte Zeitung".

In 139 Fällen seien Abmahnungen erteilt und die Rückzahlung des verursachten Schadens vereinbart worden, gegen 23 Leistungserbringer wurde laut der Kasse Strafanzeige erstattet. Außerdem würden 120 Vorgänge noch geprüft.

Bei den Betrugsfällen handele es sich vor allem um nicht oder nicht vollständig erbrachte Leistungen, aber auch um Doppelabrechnungen und Fragen des Leistungs- bzw. Kartenmissbrauchs, erklärt Friedrich.

In diesem Jahr haben die Ermittler der AOK Plus bislang 55 Hinweise auf mögliche Betrugsfälle erhalten.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Blick ins Gehirn offenbart beste Therapie-Option

Einige Depressive sprechen besser auf Verhaltenstherapien an, andere auf Antidepressiva. Ein Blick ins Hirn per fMRT zeigt, welcher Ansatz den meisten Erfolg verspricht. mehr »

Ein steiniger Weg nach Deutschland

Ob geflohen vor Krieg oder eingewandert aus anderen Teilen der Welt: Wer als ausländischer Arzt in einer deutschen Klinik oder Praxis arbeiten will, muss Ausdauer haben – und gutes Deutsch können. mehr »

Milliarden für die Versicherten – Kassen bleiben skeptisch

Erster Aufschlag des neuen Gesundheitsministers: Jens Spahn will gesetzlich Versicherte per Gesetz entlasten. Aus Richtung Kassen weht scharfer Gegenwind. mehr »