Ärzte Zeitung, 03.05.2011

Guter Start für Online-Abrechnung

In Bayern schickten fast 100 Prozent der Praxen ihre Quartals-Abrechnung online an die KV

Guter Start für Abrechnung per Mausklick

KÖLN (iss). Die Online-Abrechnung hält langsam in den Praxen Einzug. Beim Einsatz der neuen Technik gibt es aber regional große Unterschiede, wie der Blick in einzelne KVen zeigt. Spitzenreiter bei der Umsetzung ist die KV Bayerns (KVB).

Laut Gesetz sind die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten seit 1. Januar 2011 verpflichtet, ihre Honorarabrechnung online an die KV zu schicken. Tun sie das nicht, drohen den Vertragsärzten bislang aber keine Sanktionen.

In Bayern haben im ersten Quartal 2011 mit stolzen 99,3 Prozent fast alle Praxen die Abrechnung online eingereicht. "Diese beeindruckende Zahl zeigt deutlich, dass Bayerns Ärzte und Psychotherapeuten gegenüber Online-Services durchaus offen sind", sagt KVB-Vorsitzender Dr. Wolfgang Krombholz.

Die KV führt die hohe Akzeptanz unter anderem auf ihr Unterstützungsangebot zurück. Sie hat einen eigenen Beratungsservice zum Thema eingerichtet. 18.600 ihrer 24.000 Mitglieder nutzen inzwischen das Verfahren KV-Ident als sicheren Kommunikationsweg zur KV, knapp 3000 das KV-SafeNet.

In der KV Niedersachsen betrug die Quote der Online-Abrechner im ersten Quartal 60,1 Prozent. In der KV Westfalen-Lippe (KVWL) hat rund die Hälfte der Ärzte und Psychotherapeuten elektronisch abgerechnet. "Die Akzeptanz ist erfreulich hoch", sagt KVWL-Vorstand Dr. Thomas Kriedel.

75 Prozent der Mitglieder in Westfalen-Lippe haben inzwischen eine sichere Online-Anbindung zur KV. In der KV Sachsen haben im ersten Quartal fast 1000 der 3800 Praxen ihre Abrechnung elektronisch eingereicht. In manchen KVen wie Brandenburg und Nordrhein liegen die Online-Quoten fürs erste Quartal 2011 noch nicht vor.

Lesen Sie dazu auch:
Online-Anschluss zur KV kommt auf Touren

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Mikroben – Heimliche Heiler

Jede zweite Zelle in und auf uns gehört einer Mikrobe. Durch die erfolgreiche Behandlung mit fäkalen Mikrobiota, etwa bei Autismus, hat die Mikrobiomforschung an Fahrt gewonnen. mehr »

Junge Besucher waren "Verjüngerungskur für DGIM"

Die "Ärzte Zeitung" hat den letzten DGIM-Kongresstag mit der Kamera begleitet. Tagungspräsident Sieber hat uns dabei Rede und Antwort gestanden - und erzählt, was ihn in den Tagen begeistert hat. mehr »

628 Kliniken soll Geld gestrichen werden

Hunderte Krankenhäuser sollen nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses keinen Zuschlag mehr für die Notfallversorgung erhalten. mehr »