Ärzte Zeitung, 06.06.2011

PKV-Patienten müssen länger auf Termin warten

BERLIN (fst). Die Wartefristen von GKV- und PKV-Versicherten beim Arzt gleichen sich an.

Der BKK Bundesverband hat - wie schon im Jahr 2008 - 6000 Bürger nach ihren Erfahrungen mit Wartezeiten befragt. Der Zeitraum zwischen Terminvereinbarung und Arztbesuch hat sich für GKV-Versicherte ohne akute Beschwerden von 26 auf 25 Tage verkürzt.

Verlängert hat sich dagegen die Frist für Privatversicherte, und zwar von zwölf auf 17 Tage. Akut Erkrankte erhielten meist am gleichen oder am Folgetag einen Termin.

Die GKV-Versicherten mussten sich im Wartezimmer 27 Minuten gedulden (2008: 28 Minuten). Bei PKV-Versicherten betrug die Wartefrist 21 Minuten (2008: 22 Minuten).

Bei Hausärzten hat sich die Dauer von 30 auf 27 Minuten vermindert.

Topics
Schlagworte
Praxisführung (14916)
Berufspolitik (19227)
Organisationen
BKK (2211)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[07.06.2011, 19:26:49]
Dr. Birgit Bauer 
Dümmer gehts doch immer noch !
Wann werden die Kassen endlich mal wegen Veruntreuung von Beitragsgeldern belangt? Derartige Beiträge zeigen nur, das nicht zu wenig Geld im System ist, sondern die Verwendung immer fragwürdiger wird. Dümmliche unwissenschaftliche Befragungen, Call-center, die die Pat. verunsichern und Behandlungsstrategien durchkreuzen, Boni und Rückzahlungen an Beitragszahler und das alles unter dem Deckmäntelchen eines Solidarsystems !???
Hallo Patienten und Gesetzgeber aufwachen !!!!!!! zum Beitrag »
[07.06.2011, 13:47:49]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Warten auf Weihnachten?
Kann hier noch von einer legalisierbaren Verwendung der GKV-Beiträge von Versicherten und Arbeitgebern beim BKK Bundesverband gesprochen werden? 6000 Bürger wurden doch wohl eher nach ihren "g e f ü h l t e n" Erfahrungen mit Wartezeiten befragt. Genauso wie bereits 2008 geschehen. Sinnigerweise wurde nicht mal zwischen Haus- und Fachärzten, akuter Dringlichkeit, chronischen Erkrankungen, Befindlichkeitsstörungen und Vorsorgeterminen unterschieden!

Im hausärztlichen Bereich hier in Dortmund und sicher auch anderswo bekommen alle Patientinnen und Patienten taggleich Akuttermine. Wenn sie sich bei späteren Befragungen durch ihre Krankenkasse noch daran erinnern können! Es sei denn, sie rufen mit der Zigarette in der Hand um 16.55 per Handy aus dem fahrenden Auto wegen seit 4 Wochen bestehender Stresssymptomatik an.

Diese Patientenbefragung der BKK' s ist wohl eher mit einer offenen Publikumsbefragung vergleichbar, wie viele Monate denn die Leute im vergangenen Jahr auf den Weihnachtsmann hätten warten müssen. Das könnte locker auch mal m e h r als 12 Monate gedauert haben.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »

Vorsicht vor E-Mail-Anhängen und Links!

Die meisten Cyber-Angriffe laufen über das elektronische Postfach - daher ist ein gesundes Misstrauen bei jeder E-Mail wichtig, betont Sven Weizenegger. Der Profi-Hacker gibt im Interview Tipps, worauf zu achten ist. mehr »