Ärzte Zeitung online, 03.08.2011

Unternehmererklärung sichert Energiesparer ab

BERLIN (eb). Wer sein Haus oder seine Wohnung renoviert oder neu baut und dabei die Vorgaben der Energieeinsparverordnung berücksichtigen will, sollte auf einer Unternehmererklärung bestehen. Das empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB).

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) sei sehr komplex und daher für Laien nur schwer zu durchschauen, so der VPB in einer Pressemitteilung. Deshalb habe die Bundesregierung die so genannte Unternehmererklärung eingeführt.

Damit verpflichtet die Verordnung alle Baufirmen und Handwerksbetriebe, die mit energetischen Sanierungsmaßnahmen betraut sind, dem Bauherrn gegenüber schriftlich zu bestätigen, dass die durchgeführten Arbeiten den Anforderungen der Energieeinsparverordnung entsprechen.

Hausbesitzer sollten auf diese Bescheinigung drängen, vor allem, wenn sie Heizkessel und Warmwassersysteme einbauen oder austauschen lassen, Fassaden, Dach oder Geschossdecken dämmen, Fenster tauschen oder Klimaanlagen installieren lassen.

Es reiche zwar theoretisch, wenn ein Fensterbauer auf seiner Rechnung die genauen U-Werte der neuen Fenster ausweist. Andererseits muss der Bauherr diese dann selbst prüfen und den Nachweis führen, dass die Fenster der EnEV entsprechen.

Das sei aber für Laien kaum zu leisten und birgt die Gefahr, dass letzten Endes doch etwas nicht EnEV-konform ist. Der VPB rät deshalb: Hausbesitzer sollten auf dem einfachen Satz unter der Rechnung bestehen: "Die ausgeführten Arbeiten entsprechen der Energieeinsparverordnung."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Obwohl er querschnittsgelähmt ist, konnte ein Mann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »