Ärzte Zeitung online, 23.08.2011

Makler muss deutlich auf Provision hinweisen

FRANKFURT/MAIN (dpa). Ein Makler muss einen Kunden ausdrücklich darauf hinweisen, dass er für seine Tätigkeit eine Provision verlangt. Das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt in einem am Montag bekanntgewordenen Urteil.

Nach Auffassung des Gerichts genügt es nicht, dass der Makler schon früher für den Kunden tätig war und der Makler einen entsprechenden Hinweis gegeben hatte. Dies müsse er für jeden neuen Auftrag wieder erneut tun.

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage eines Maklers gegen einen Kunden ab. Der Makler verlangte von dem Kunden rund 12.500 Euro Provision für die Vermittlung eines Grundstückskaufs.

Dem hielt der Kunde entgegen, er sei von einer für ihn provisionsfreien Vermittlung ausgegangen. Das OLG befand, der Makler habe nicht nachgewiesen, dass er den Käufer über die Provisionspflicht informiert habe. Daher fehle für seine Forderung die Rechtsgrundlage.

Az.: 19 U 217/10

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Warum ein Blinddarm auch nach der Op noch Ärger macht

Fälle wiederkehrender Appendizitis nach Appendektomie sind rar. Doch es sind offenbar sogar mehrere Rezidive möglich, wie ein Fall aus den USA zeigt. mehr »

Ein Plädoyer für mehr Medizinstudienplätze!

Medizinstudent Marcel Schwinger ist der Meinung, dass mehr Studienplätze in der Humanmedizin einen hohen Nutzen für die gesamte Gesellschaft haben – und rechnet vor, wie der Nutzen in Zahlen beziffert werden kann. mehr »

Neuer Malaria-Wirkstoff erfolgreich getestet

Eine neue Wirkstoffkombination hat in einer Studie Malaria-Patienten von ihrer Infektion geheilt. mehr »