Ärzte Zeitung, 27.10.2011

Grippeimpfung - Schutzengel für Praxis und Offizin

Die Influenza-Saison steht vor der Tür. Auch für Mitarbeiter lohnt sich jetzt die Impfung, denn die rechtzeitige Immunisierung des Personals in Praxen und Apotheken beugt effektiv unnötigen Fehlzeiten vor.

Von Matthias Wallenfels

Grippeimpfung - Schutzengel für Praxis und Offizin

Praxisteam: Eine rechtzeitige Grippeimpfung der gesamten Belegschaft schützt vor Ansteckung.

© klaro

KARLSRUHE/NEU-ISENBURG. Sowohl in Arztpraxen als auch in Apotheken sind Chefs darauf angewiesen, dass sich ihr Team gegen Gesundheitsgefahren wappnet. Daher erfolgt in jedem Herbst der Appell zur Teilnahme an der - gerade für Personal im Gesundheitswesen überaus wichtigen - Grippeschutzimpfung.

Rückendeckung erfahren sie dabei explizit vom Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW). Dieser empfiehlt das Impfen öffentlichkeitswirksam als die wichtigste und wirksamste gesundheitliche Präventionsmaßnahme.

Ganze Belegschaft vom Virus lahmgelegt

Für Dr. Wolfgang Panter, Präsident des in Karlsruhe ansässigen VDBW, ist der nächste Woche beginnende November die beste Zeit für eine Grippeimpfung.

"Wer sich jetzt impfen lässt, ist gegen Influenza geschützt und kommt grippefrei durch den Winter. Dieser Schutz verhindert auch, dass ein Virus die ganze Belegschaft krankheitsbedingt lahm legt", wie Panter hervorhebt.

Impfaufrufe sollten nach Panters Ansicht ernst genommen werden, denn die Virusgrippe sei die Infektionskrankheit Nummer Eins und zwinge jedes Jahr mehr als zwei Millionen Beschäftigte zu einer ungewollten Bettruhe - und damit zu unnötigen Fehlzeiten am Arbeitsplatz.

Gang zur Impfung für viele lästig

Impfen schütze alle: Wenn möglichst viele Mitarbeiter in einem Unternehmen geimpft seien, reduziere sich der Krankenstand.

Laut VDBW empfinden Berufstätige den Gang zum Hausarzt für die jährliche Grippeimpfung als lästig und vernachlässigten daher eine Immunisierung.

Praktisch und schnell ginge es im Betrieb, wenn Arbeitsmediziner direkt in der Firma impften, rührt Panter die Werbetrommel für seine Arbeitsmedizin.

Aber auch niedergelassene Ärzte können durch ein gezieltes Impfmarketing Betrieben rechtzeitig Angebote machen oder auf Impfaktionen in der Praxis aufmerksam machen.

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