Ärzte Zeitung, 08.01.2013

Tipps für die Arzthelferin

Mehr Regeln für den Praxisalltag

Theresia Wölker

DIm Frühjahr soll das Patientenrechtegesetz in Kraft treten. Es bringt eine Vielzahl neuer Regelungen, die sich auf den Praxisalltag auswirken.

Daher ist es notwendig, dass sich das Praxisteam professionell und strukturiert auf dessen alltägliche Umsetzung in Sprechstunde und Praxisabläufen vorbereitet.

Mit Unterstützung der leitenden Erstkraft oder der verantwortlichen QMB können beispielsweise im Rahmen eines Meetings die wichtigsten Neuerungen besprochen und mithilfe einer To-do-Liste in die Alltagsabläufe integriert werden.

Der inhaltliche Umfang der neuen gesetzlichen Regelungen ist verhältnismäßig groß. Ein vorheriger "Cross-Check" der QMB kann den Arbeitsaufwand verringern.

Zu prüfen ist deshalb, ob im QM-Handbuch bereits Regelungen zu den Forderungen getroffen worden sind:

  • mündliche (!) - nicht nur schriftliche - Aufklärung der Patienten zu erforderlichen Untersuchungen, Diagnosen und beabsichtigten Therapien
  • verbale Konkretisierung der Preise und Kosten von IGeL vor Inanspruchnahme
  • Recht des Patienten auf Einsicht in seine Akte
  • verstärkte Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit wie Hygiene, Datenschutz, Gerätesicherheit
  • Einführung und Weiterentwicklung eines patientenorientierten Beschwerdemanagements
  • Start von einrichtungsübergreifenden Fehlermeldesystemen

Besonders wichtig ist jetzt, dass die Verfahrensanweisungen aktualisiert und gleichzeitig alle im Team auf den gleichen Informationsstand gebracht werden.

Übrigens, innovative Teams informieren auch ihre Patienten darüber, dass sich die Praxis der unbedingten Patientenorientierung weiterhin verpflichtet fühlt und intern die neuen gesetzlichen Vorgaben besprochen und umgesetzt hat (Wartezimmer-TV, Hinweis auf Praxis-Website).

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