Ärzte Zeitung online, 28.10.2016

Arzt-Voten im Internet

Ein positiver Trend

Ein Kommentar von Matthias Wallenfels

Die Arzt-Patienten-Kommunikation ist bei Weitem keine Einbahnstraße mehr. Das merken Ärzte, wenn informierte Patienten in die Praxis kommen und sie mit im Internet gesammeltem Wissen über ihr potenzielles Krankheitsbild konfrontieren.

Das Internet ist für Patienten aber auch ein probates Mittel, ihr – mitunter vernichtendes – Urteil über eine Arztpraxis öffentlich zu teilen – zum Beispiel auf Online-Arztbewertungsportalen.

Viele Ärzte sind inzwischen sensibilisiert für die Online-Voten ihrer Patienten, sie nehmen diese ernst und sind auch bereit, an verschiedenen Stellschrauben zu drehen, um den Praxisbesuch für Patienten optimal zu gestalten. Das legt eine aktuelle Befragung von mehr als 2000 auf dem Online-Bewertungsportal Jameda registrierten Ärzten nahe.

87 Prozent von ihnen gaben an, die erhaltene Kritik zu lesen. 61 Prozent machen dies mindestens einmal im Monat. Mit 55 Prozent hat bereits mehr als jeder zweite Praxischef mit organisatorischen Änderungen auf die Patientenvoten reagiert.

Verfestigt sich dieser Trend, so können Praxisteams im Rahmen des organisatorisch und finanziell Möglichen à jour bleiben, was die Befriedigung der Patienteninteressen angeht. So wird der potenziell gefährliche Stillstand in Praxen vermieden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »