Ärzte Zeitung online, 20.04.2018

Klinikmanagement

Gekündigter Klinikarzt fordert neues Gutachten

BAYREUTH. Bei einem Gütetermin am Arbeitsgericht Bayreuth hat der Klinikarzt Dr. Jörg Schmitt Mitte April ein neues Gutachten gefordert. Den Gutachter solle die Ärztekammer oder das Gericht wählen. Gebe das Gutachten der Klinik recht, dass Versorgungsqualität und -sicherheit in der Neurologie in Ordnung seien, werde er seine Kündigung akzeptieren.

Das Klinikum Bayreuth hatte Schmitt und seiner Frau, der Neuropädiaterin Dr. Silvia Vieker, im Februar fristlos gekündigt. Begründet wurde das mit einer bis dato unveröffentlichten gutachterlichen Einschätzung, wonach die neurologische Versorgung, die Schmitt und Vieker wiederholt kritisiert hatten, nicht zu beanstanden sei.

Als weiteren Grund nannte die Klinik eine fachanwaltliche Einschätzung zu Äußerungen der Ärzte. Beide Dokumente werden nicht herausgegeben.Das Gericht forderte die Klinik auf, Belege zu erbringen. (cmb)

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[23.04.2018, 07:37:36]
Dr. Günther Jonitz 
Krankenhausmissmanagement
müsste die Rubrik in diesem Fall heißen. Wer als Krankenhausleitung Widerspruch sanktioniert und Intransparenz schürt, stellt eine Gefahr für den betriebsfrieden und Qualität und Sicherheit der Patientenfersorgung dar. Vorherige Probleme in der Kardiologie und der Geburtshilfe sprechen Bände. Hier versagt ausgerechnet die Leitung eines Krankenhauses der Maximalversorgung.
Wenn es so wäre, wie die Krankenhausleitung es darstellt, müsste sie nur die Liste der "Optimierungspotentiale", den Gutachtenauftrag und das Gutachten selbst öffentlich machen. Solange sie das nicht tut, ist sie im Unrecht. zum Beitrag »

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